So soll der Speckberg in Westhofen bebaut werden

Einzigartige Wallhäuser

Noch hat der Planungsausschuss nicht entschieden, ob auf dem Speckberg in Schwerte-Westhofen eine Siedlung entstehen soll. Der Düsseldorfer Architekt Dieter Bohne ist aber optimistisch und erklärt seine Pläne: Bundesweit einzigartige Wallhäuser sollen den Autobahn-Lärm vom Stadtteil abhalten.

WESTHOFEN

, 02.03.2017 / Lesedauer: 3 min

Bohne will auf dem Areal zwischen Schloßstraße, Hohlweg und der Autobahn rund 30 Eigentumswohnungen, etwa 35 Einfamilienhäuser und 12 Reihenhäuser bauen. Ein komplettes Stadtviertel, das von sogenannten Wallhäusern umschlossen wird. Im Mai entscheidet der Planungsausschuss der Stadt darüber, ob auf dem Speckberg in Westhofen eine Siedlung entstehen soll.

Bundesweit einzigartige Wallhäuser sollen Lärm abhalten

Diese Häuser sollen bundesweit einzigartig sein. Wie sie aussehen und wirken, erläuterte der Architekt im Gespräch mit der Redaktion. „Ich kenne keine Lärmschutzwand, die nicht auf Dauer langweilig aussieht“, so Bohne. Um aber das neue Stadtviertel vom Lärm von der Autobahn abzuschirmen, habe er eine Konstruktion entwickelt, die vor Lärm schützt, begrünt werden kann und gleichzeitig die Rückseite von Terrassenhäusern bildet. Ein schräger Wall aus einer Betonplatte, auf der 80 Zentimeter hoch Mutterboden aufgebracht ist, bilde die Rückwand des Hauses.

Den Raum zwischen der Hauswand und der schrägen Lärmschutzwand lasse sich zudem für die Häuser als Stauraum nutzen. Denn unter dem Gebäude befindet sich eine Tiefgarage. Zwischen den einzelnen Terrassenhäusern soll eine Glaswand für Schallschutz sorgen. „Die Wallhäuser sind eine Landmarke“, befindet Martin Beier. Er ist für die Finanzen des Projekts zuständig.

Stadtverwaltung sieht Probleme bei Erschließung

Bei der Stadtverwaltung stießen die Pläne der Investoren zunächst nicht auf einhellige Begeisterung. Denn neben dem Schallschutzproblem sieht Stadtplaner Adrian Mork auch Probleme mit der verkehrlichen Erschließung. Der Speckberg ist derzeit mit dem Auto nur über die enge Schloßstraße erreichbar. Doch Bohne will den Hohlweg zur echten Straße ausbauen.

Bei einem Treffen Mitte der Woche bei der Stadt besprach man die Auflagen, die es noch zu erfüllen gelte. „Das waren keine unerfüllbaren Aufgaben“, so Bohne. Seine Siedlung, so versprach er, sei besonders umweltverträglich: „Wir planen ohne Gas, ohne Öl, ohne Koks, ohne Pellets, sondern Geothermie- und Fotovoltaik-Anlage und Luftwärme-Heizung.“

Bei der Planungsausschusssitzung im Februar war die Stadt mit ihrer Empfehlung, das Vorhaben abzulehnen, knapp gescheitert. Bei einem Stimmverhältnis von sieben zu sieben wurde der Antrag abgelehnt. Sollte allerdings im Mai das Stimmverhältnis nicht anders sein als im Februar, würde auch Bohnes Bebauungsplan scheitern. Denn bei einem Patt gelten Anträge als abgelehnt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt