"Sparkurs" brachte Geschäftsführer auf die schiefe Bahn

Gericht

Bundesweit hatte die Internetfirma Sparkurs Bad von der Ostenstraße aus Armaturen und Badezimmer zu günstigen Preisen angeboten. Allerdings gegen Vorkasse. Als das Unternehmen in Geldschwierigkeiten geriet, ließ es etliche Kunden zurück. Und zwar ohne Ware.

SCHWERTE

von Von Jana Peuckert/Heiko Mühlbauer

, 14.01.2011, 20:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ihre Rechnungen für Armaturen und Badezimmer hatten die Kunden hingegen bereits bezahlt. Jetzt wurde der Geschäftsführer vom Hagener Amtsgericht verurteilt. Allerdings nicht wegen der geprellten Kunden, sondern weil er Rechnungen gefälscht hatte, um seine Bank zu betrügen. Dafür kassierte der bis dato nicht Vorbestrafte eine einjährige Bewährungsstrafe.Falsche Rechnungen

Als die Firma 2006 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wollte der Angeklagte durch falsche Rechnungen den Eindruck erwecken, Außenstände von knapp 83 000 Euro zu haben. Sein Ziel war es, den Kreditrahmen seiner Bank, der ohnehin schon bei 70 000 Euro lag, zu erhöhen. Damit machte er sich wegen Verletzung der Buchführungspflicht sowie wegen versuchten Kreditbetruges strafbar.30.000 Euro Schulden

Vor Gericht räumte der 33-Jährige diesen Vorwurf ein. Im Gegensatz zu den Betrugsfällen an seinen Kunden. Ob der Angeklagte aber von vornherein die Kunden um sein Geld prellen wollte oder mit den Einnahmen andere Löcher stopfte, blieb ungeklärt. Der Richter stellte die Anklage in diesem Punkt ein. Der Angeklagte verdient sein Geld mittlerweile als kaufmännischer Angestellter. Durch seine gescheiterten Geschäfte hat er nun 30.000 Euro Schulden. Das Gericht ordnete zusätzlich eine Zahlung von 500 Euro für den Kinderschutzbund an. Das Urteil ist rechtskräftig.

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