Spürhunde finden Drogen in Gefängniszelle der JVA Schwerte

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Spürhunde fanden bei der Durchsuchung einer Gefängniszelle in der JVA Schwerte Drogen bei einem Insassen.
Spürhunde fanden bei der Durchsuchung einer Gefängniszelle in der JVA Schwerte Drogen bei einem Insassen. © Manuela Schwerte
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Verbotene Vorräte: In einem Haftraum der JVA Schwerte wurden im Frühjahr Drogen entdeckt. Der Verdacht fiel daraufhin auf den damaligen „Bewohner“ der Zelle. Doch der dachte vor Gericht gar nicht daran, den Besitz einzuräumen.

Spürhunde finden Drogen in Zelle

In regelmäßigen Abständen werden im Schwerter Gefängnis Spürhunde eingesetzt, um Räume der Gefangenen zu durchsuchen. So auch am 28. Januar. Unter einem Tisch wurde der Spezial-Vierbeiner fündig: Dort befanden sich 0,2 Gramm Haschisch und 0,1 Gramm Amphetamin.

Stoff, der dem 42-jährigen Insassen zugeordnet wurde. Doch der wiegelte nun im Prozess ab, reagierte empört auf den Vorwurf, dass ihm die Drogen gehört haben sollten. Er wusch seine Hände in Unschuld.

Das sei ein Haftraum für vier Personen. Am Tag vor der Durchsuchung habe ein Mithäftling gewechselt und ein anderer, der mit Cannabis gehandelt habe und erwischt worden sei, sei bereits davor aus dieser Zelle in Einzelhaft gekommen. Und er selbst könne doch nicht bei Bezug des Raums alle Winkel auf Verbotenes durchsuchen.

Nach der Einlassung hätte sich die Richterin die Mühe machen können, die anderen Insassen ausfindig zu machen und zu befragen. Sie verzichtete allerdings darauf. Das Verfahren wurde ohne Auflagen eingestellt. Nur seine Kosten muss der 42-Jährige selbst tragen.