St. Marien spielte Musik für die Schutzheilige

SCHWERTE Erwartungsvoll sitzen die Besucher auf den Bänken der Marienkirche und blicken nach vorne. Doch der Altarraum bleibt leer. An diesem Sonntagnachmittag gehört Pfarrer Hans-Peter Iwan nur zu den Zuhörern.

von Von Jacqueline Schneider

, 21.10.2008, 08:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Konzert mit vielen geistlichen Liedern zu Maria gaben Sopranistin Simone Asua-Honert und Kantor Michael Störmer in der St. Marienkirche.

Ein Konzert mit vielen geistlichen Liedern zu Maria gaben Sopranistin Simone Asua-Honert und Kantor Michael Störmer in der St. Marienkirche.

Mit „Hör, o Vater, wie ich dich bitte“ von dem tschechischen Komponisten Antonin Dvorak eröffnen sie ihr Konzert für Sopran und Orgel. Die musik kommt von hinten - die Konzertbesucher können sich ganz auf die Musik konzentrieren und die Klangwelt genießen. Manche schließen die Augen. Neben Dvorak präsentieren Michael Störmer und Simone Asua-Honert Werke von Camille Saint-Saens und seinem Schüler Gabriel Fauré, Max Reger, Joseph Rheinberger und das „Ave Maria“ von Giulio Caccin. „Ave Maria“ („Gegrüßt seist du Maria“) heißen auch zwei weitere Lieder – das eine von Saint-Saens, das andere von Fauré – die die Sopranistin und der Kantor an diesem Sonntag vortragen.

Das Konzert findet auch nicht ganz zufällig im Oktober statt. Zum einen in Anlehnung an den Rosenkranzmonat, zum anderen ist der zehnte Monat zugleich traditionell der Gottesmutter Maria gewidmet. Die katholische Kirchengemeinde St. Marien ehrt an diesem Sonntag ihre höchste Schutzheilige mit Musik. Klagend, hoffend und preisend lässt Simone Asua-Honert ihren Sopran erklingen, jubelnd, flehend oder drohend spielt die Orgel dazu. Mit einer Orgelimprovisation über „Ave Maria zart“ schließt Michael Störmer das Konzert. Unter begeistertem Beifall verabschieden sich die beiden Künstler und übergeben St. Marien wieder in die Obhut von Pfarrer Iwan.

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