Stadt Schwerte beruft Sondersitzung zum Klimaschutz ein

Thema im Ausschuss

Vor wenigen Monaten wurde in Schwerte der Klimanotstand ausgerufen. Jetzt will die Stadt die Maßnahmen konkretisieren. Im Ausschuss am 27. August soll es um die Klimaziele gehen.

Schwerte

14.08.2019 / Lesedauer: 3 min
Stadt Schwerte beruft Sondersitzung zum Klimaschutz ein

Das Friedrich-Bährens-Gymnasium ist eines der öffentlichen Gebäude, auf dem eine Photovoltaikanlage installiert ist. Davon soll es mehr geben. © Stadt Schwerte/Ingo Rous

Für mehr Klimaschutz in der Stadt hat die Verwaltung eine Sondersitzung des Fachausschusses zum Klimaschutz einberufen. Die Verwaltung verfolge das Ziel einer klimawandelgerechten Stadtentwicklung, heißt es in einer Pressemitteilung am Dienstagnachmittag.

„Wir verstehen Klimaschutz als eine Daueraufgabe. Deshalb werden auch finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt“, hebt Bürgermeister Dimitrios Axourgos hervor, nachdem sich der Rat der Stadt im Juli der Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes angeschlossen hat.

Das Klima wird am 27. August einziges Thema einer Sondersitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt (AISU) sein.

Anforderungen des European Energy Awards gerecht werden

Dort sollen die Energie- und Klimaziele der Stadt Schwerte in Stein gemeißelt werden. Ziel aller Bemühungen ist es, den strengen Anforderungen des „European Energy Award“ (eea) gerecht zu werden.

Die Ziele wurden durch ein Energieteam erarbeitet, das aus Vertretern der Stadt Schwerte, der Stadtwerke Schwerte sowie der Technopark und Wirtschaftsförderung Schwerte besteht. Es hat in den letzten drei Jahren den so genannten Zielerreichungsgrad deutlich verbessern können. Er lag 2018 in der Summe bei 49 Prozent.

Mindestens 50 Prozent müssen insgesamt erreicht werden, um ein eea-Partner mit Auszeichnung zu werden. Dieses Ziel könnte schon im November 2019 erreicht sein, wenn in einem vierten, diesmal externen Audit in Schwerte die bisherigen Anstrengungen bewertet werden. Der „European Energy Award“ ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, das zahlreiche Kommunen in Deutschland auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt.

Diese Maßnahmen sollen umgesetzt werden

In Schwerte hat das Energieteam eine Reihe von Handlungsfeldern erfasst und Maßnahmen aufgeschrieben. So sollen nicht nur die Straßenbeleuchtungen auf LED umgestellt werden, sondern auch alle Schulgebäude, Kindergärten und Verwaltungsgebäude. Photovoltaik-Anlagen sollen sich im Stadtgebiet bis 2025 verdoppeln. Zu diesem Thema rücken auch Gewerbeflächen in den Fokus. Dafür und zum Thema betriebliche E-Mobilität sind bis 2025 fünf Informationsveranstaltungen geplant. Beratungen durch das Bauordnungsamt der Stadt Schwerte sollen im Rahmen privater Bauvorhaben verstärkt klimaschutzbezogen ausgerichtet sein. Städtische Grünflächen sollen erhalten und entwickelt werden. Die Liste der Beispiele ließe sich ausgiebig fortsetzen.


Bürgerantrag führte zu Ausrufung des Klimanotstandes

Ihren Ursprung fand die Sondersitzung des Fachausschusses in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause. Dort führte ein Bürgerantrag zu einer Mehrheit für die Ausrufung des Klimanotstandes.

Um der Komplexität des Themas und seiner Wichtigkeit gerecht zu werden, wurde beschlossen, vorliegende Ergänzungsanträge in einer vertiefenden Diskussion im zuständigen Fachausschuss intensiv beraten und beschließen zu lassen.

Das führte zur öffentlichen Sondersitzung am 27. August, die um 17 Uhr im Bürgersaal des Rathauses I (Rathausstraße 31) beginnt. Die Verwaltung wird hier auch dezidiert darstellen, welche Anstrengungen für den Klimaschutz in den letzten Jahren unternommen worden sind.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt