Stadt will leeerstehende Ladenlokale in der City selbst mieten

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Leerstehende Ladenlokale in der Fußgängerzone sind nicht nur in Schwerte ein Problem. Doch das könnte man bald lösen. Wie das gehen soll und wo das Geld herkommt, erläuterte die Stadt jetzt.

Schwerte

, 19.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt will künftig leerstehende Ladenlokale temporär anmieten, um so mit dieser Zwischennutzung den Boden für eine langfristige Anmietung durch Einzelhändler zu bereiten. Gedacht ist dabei hauptsächlich an Leerstände in der Innenstadt im Bereich Hüsingstraße und Mährstraße.

Dies ist aber nur eine der Maßnahmen, die zur Attraktivierung der City unternommen werden sollen. Möglich macht das eine Zuwendung des Landes. 395.653 Euro gab es für Schwerte aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte, hatte Landtagsabgeordnete Susanne Schneider (FDP) bereits am Freitag vermeldet. Die insgesamt 40 Millionen Euro, die landesweit zur Verfügung stehen, seien dazu da, die Folgen der Covid-19-Pandemie abzufangen.

ISG-Innenstadt soll gegründet werden

Am Mittwoch beantwortete die Stadt dann die Frage, was man mit der Förderung, die man beantragt hatte, machen will. Neben der zeitlich begrenzten Anmietung von Leerständen gehört dazu auch die Gründung einer Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) für die Innenstadt nach dem Vorbild der Bahnhofstraße. In so einer Gemeinschaft sind sowohl die Händler als auch die Immobilienbesitzer organisiert. Die ISG Innenstadt solle durch ein externes Büro begleitet werden, so die Planungen der Stadt.

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Und auch wenn die Stadt Immobilien aus dringenden Gründen in der City ankaufen möchte, kann man sich aus dem Topf bedienen. Allerdings sollen dann nur die Nebenkosten aus dem Förderprogramm finanziert werden. Ferner möchte die Stadt eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die mögliche Nachnutzungskonzepte hinsichtlich der baulichen, inhaltlichen und immobilienwirtschaftlichen Ausrichtung beziehungsweise Möglichkeiten von Immobilien aufzeigt.

Bürgermeister: „In der City schlägt das Herz der Stadt“

Bürgermeister Dimitrios Axourgos begrüßt den Förderbescheid. „In der City schlägt das Herz unserer Stadt. Die Unterstützung ist sowohl für den Handel als auch für Bürgerinnen und Bürger als auch für Besucherinnen und Besucher ein echter Lichtblick und unterstützt unsere Vorstellungen von einer Innenstadt mit einer hohen Aufenthaltsqualität.“

Auch Landtagsabgeordnete Susanne Schneider lobte das Programm: „Das ist für die Städte, für den Handel und für die Bürgerinnen und Bürger eine echte Hilfe, um die Folgen des COVID-19-Lockdowns abzufangen.“ Schwerte gehörte übrigens zu den ersten Kommunen, die sich um die Mittel beworben hatten. Noch sind 30 Millionen Euro im Topf für Kommunen, die bis zum 30. April ihre Anträge stellen.

Gründerwettbewerb findet parallel statt

Parallel dazu läuft aktuell der Gründerwettbewerb des Schwerte Stadtmarketing. Die Idee dazu ist aus einer Arbeitsgruppe Innenstadt entstanden, der neben dem Stadtmarketing auch die Stadt Schwerte, die Wirtschaftsförderung, Stadtwerke, Sparkasse und die Immobilien-Entwicklungsgesellschaft angehören. Auch der Gründerwettbewerb hat die Revitalisierung und die Attraktivierung der Innenstadt zum Ziel.

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