Stadt und Marktgilde erklären: So sieht die Zukunft des Schwerter Wochenmarktes aus

rnWechsel zum 1. Juni

Wie geht es denn jetzt weiter mit dem Wochenmarkt in Schwerte? Fallen Händler weg? Kommen neue hinzu? Die Stadt und der neue Betreiber hatten am Montag Antworten auf wichtige Fragen.

Schwerte

, 28.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 1. Juni 2019 ist der Stichtag für den Wechsel. Ab diesem Samstag ist die Deutsche Marktgilde Organisator des Wochenmarkts vor der St.-Viktor-Kirche. Der Vertrag mit der Markthandel Schwerte GmbH läuft Ende Mai aus.

? Was wird sich verändern? Schrumpft der Markt?

Groß waren die Sorgen einiger Händler und Kunden vor vielen Veränderungen. Groß sind auch die Bestrebungen von Stadt und den neuen Markt-Chefs, da deutlich gegenzusteuern.

„Es ist nicht so, dass wir mit 40 neuen Händlern kommen“, unterstreicht Martin Rosmiarek, der zuständige Niederlassungsleiter der Marktgilde, „genausowenig ist es so, dass Händler ab jetzt nicht mehr in Schwerte stehen.“ Keinen einzigen habe man abgelehnt. Im Gegenteil: Mehrere Händler hätten sich gemeldet und wollten zurück oder neu nach Schwerte.

Insofern gut, dass man noch den kleinen Marktplatz habe - quasi als Puffer.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos hofft durch den Wechsel eine „Belebung“ für Wochenmarkt selbst und die Innenstadt als Ganzes - „deshalb ist das heute auch ein guter Tag für die Stadt.“

? Also bleibt alles wie bisher?

Das nun auch nicht. Die Stände werden anders aufgebaut - und das hänge vor allem mit der Sicherheit zusammen, unterstreicht Martin Rosmiarek. „Für uns steht Sicherheit an erster Stelle.“

Deshalb werde es kleinere Veränderungen geben. „Die Reihe vor der Gastronomie muss leider weichen“, so Rosmiarek. Dort habe bisher der Rettungsweg für die Feuerwehr gefehlt.

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? Also muss ich ab Samstag, 1. Juni, meine Händler alle neu suchen?

Nein und Ja. Es könne zwar sein, dass der Geflügelhändler fünf Meter weiter stehe oder ein anderer Händler in drei Meter Entfernung zum bisherigen Stellplatz - doch generell gelte: „Alle stehen möglichst in der Nähe.“

Zudem gelte für die Händler: Der Mittwochs- soll auch der Samstags-Platz sein.

? Stehen denn am 1. Juni schon alle so wie ab dann immer?

Ziemlich. Es gibt einen vorläufigen Plan, aber das Allerwichtigste am 1. Juni sei herauszufinden, ob die Theorie mit den Rettungswegen auch dem Praxistest standhalte. Die Schwerter Feuerwehr werde kommen und genau schauen, ob das Durchfahren und Rangieren im Ernstfall klappen könnte, erläutert Bettina Brennenstuhl, Beigeordnete der Stadt Schwerte. Ob das mit Feuerwehrwagen passiere oder ohne - das könne sie noch nicht sagen. „Aber es wird keiner nur mit einem Zollstock kommen.“

Rosmiarek verdeutlicht: Vielleicht werde sich an erlaubten Standgrößen noch etwas verändern. „In der Realität kann man die Stände nicht in Vierecke stecken.“ Doch der Niederlassungsleiter der Marktgilde sagt auch, ein „unkontrolliertes Wachstum der Stände“ werde es nicht geben. Darauf werde man auch langfristig ein Auge haben.

Und es könne natürlich auch sein, dass sich Standorte im Nachheinein als ungeeignet erweisen würden. Zwar habe man darauf geachtet, dass Fisch, Tiernahrung und ähnliches im Schatten und nicht in der Sonne angeboten werde. Aber es könnten immer Kleinigkeiten mit großen Folgen auftreten: beispielsweise ein leicht schief stehender Wagen, in dem das heiße Fett immer auf eine Seite laufe.

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? Gibt es denn zum Auftakt am 1. Juni auch eine Aktion?

Nein, denn der 1. Juni steht ja noch komplett im Zeichen von Rettungswegen und letzten Abstimmungen. Am Samstag, 8. Juni, folge dann aber ein Aktionstag gegen Plastiktüten: Ab 9 Uhr verschenkt die Marktgilde stabile nachhaltige Taschen. Gleichzeitig hätten viele Händler Überraschungen, Kostproben und Sonderaktionen angekündigt, hieß es weiter.

Am Samstag, 15. Juni, sorge dann das Jazztrio des Parktheaters Iserlohn als Walking Act für Musik.

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