Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit für den Bebauungsplan „Auf dem Knapp/Am Hinkeln“

Neubaugebiet in Schwerte

Vom Gegenwind aus der Nachbarschaft des Neubaugebietes ließen sich die Politiker nicht beeinflussen. Auf der Grünfläche am Ortsrand von Ergste können knapp 30 neue Wohnhäuser entstehen.

Ergste

, 01.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit für den Bebauungsplan „Auf dem Knapp/Am Hinkeln“

Der Rat tagte in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums, weil der Ratssaal nach einem Dachschaden immer noch saniert wird. Die Arbeiten an der Technik würden noch ein paar Monate in Anspruch nehmen, sagte Bürgermeister Dimitrios Axourgos und hoffte, dass sie noch in diesem Jahr abgeschlossen würden: „Aber dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen." © Reinhard Schmitz

Sie hatten die Zufahrtsstraßen rund um den Knapp mit ihrem Protest plakatiert. Sie hatten Leserbriefe geschrieben. Sie saßen auf den Zuhörerplätzen der politischen Gremien. Bis zuletzt hatten die Gegner des geplanten Neubaugebietes am Ortsrand von Ergste alles gegeben. Doch vergeblich.

Nach dem befürwortenden Votum des Planungsausschusses fasste am Mittwochabend auch der Stadtrat mit großer Mehrheit den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 187 „Auf dem Knapp/Am Hinkeln“, wo auf zwei bisherigen Grünflächen jeweils rund 14 Wohnhäuser entstehen sollen.

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Nur eine Gegenstimme gegen die Entscheidung

Bei der Abstimmung „en bloc“, bei der auch die Behandlung der zuvor im Verfahren geäußerten Anregungen bestätigt wurde, zählte Bürgermeister Dimitrios Axourgos am Ende nur eine Gegenstimme von Jonas Becker (WfS), der die Einwendungen der Anwohner nicht ausreichend gewürdigt sah. Außerdem befürchtete er Probleme mit dem Naturschutz und wegen des Landschafts-Verbrauchs.

Weder an der Abstimmung noch an der Beratung zum Neubaugebiet nahm WfS-Verteter Andreas Czichowski teil. Er hatte sich zuvor zu diesem Tagesordnungspunkt für befangen erklärt. Als sichtbares Zeichen, dass er sich weder an der Diskussion noch an der Abstimmung beteiligen werde, entfernte er vorübergehend sein Namensschild vom Tisch, bis das nächste Thema der Tagesordnung aufgerufen wurde.

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