Steigen nun in der Corona-Krise die Preise in Schwertes Eisdielen?

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Die Eispreise steigen seit Jahren stetig weiter an: Hat sich dieser Trend während der Corona-Krise noch verstärkt? Wir haben bei drei Eisdielen in Schwerte nachgefragt.

von Jannah Heiming

Schwerte

, 21.07.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Obwohl das gute Sommerwetter in den vergangenen Tagen teils pausiert hat, lockt es viele Schwerter in den Ferien in die Eisdielen.

Dabei sind gestiegene Eispreise und Lieferengpässe – vor allem aus stark von der Pandemie eingeschränkten Ländern wie Italien – ein durchaus vorstellbares Szenario während der Corona-Krise, die auch in den Ferien weiter anhält.

Eisdielen in Schwerte scheinen davon allerdings nicht betroffen. Eisliebhaber können also aufatmen: Die Kuhbar, das Eiscafé Mattiuzzi und das Eiscafé Venezia haben in dieser Eissaison bislang keinen Preisanstieg verzeichnen können.

Kugelpreis bleibt unverändert

Im Eiscafé Mattiuzzi und im Eiscafé Venezia seien die Preise gleich geblieben, die Kosten für eine Kugel Eis lägen weiterhin bei 1,20 Euro.

„Wir mussten und werden die Preise nicht erhöhen“, erklärte der Geschäftsführer des Eiscafés Mattiuzzi, Vittorio Reale. Gute Nachrichten für die Kunden also: Alles soll beim Alten bleiben.

Auch in der Kuhbar sind die Kugelpreise seit zwei Jahren stabil, lediglich der Betrag für Eisbecher habe sich hier erhöht: Das passierte aber schon im Januar 2020, also ganz unabhängig von der Corona-Krise. Auch in der Kuhbar kostet eine Kugel Eis 1,20 Euro, hier gibt es aber eine Ausnahme: Für eine „Probierkugel“ oder auch „Kinderkugel“ zahlt der Kunde 80 Cent.

Vorräte schützen vor Lieferengpässen

Keine Preiserhöhungen also, aber wie sieht es mit Lieferengpässen aus?

Hier habe es Verzögerungen bei Bestellungen aus Italien gegeben, so Vitorrio Reale. Obwohl sich eine Nachbestellung von Produkten über ein oder zwei Wochen hingezogen habe, habe das dem Eisverkauf nicht geschadet, denn: Vitorrio Reale hat vorgesorgt.

Im Lager seien genug Vorräte aus vorherigen Bestellungen, um die Kunden mit dem italienischen Eis zu bedienen.

Zutaten gibt es noch reichlich

Probleme mit der Lieferung seien auch im Eiscafé Venezia nicht aufgetreten. Man sei ausreichend mit Vorräten ausgestattet, so der Inhaber Giovanni Piccin.

Die Vorräte stammten hier nicht aus Italien, sondern von einer Firma in Unna, bei der es bisher keine Verzögerung gegeben habe.

Anfang des Jahres habe Giovanni Piccin eine große Menge an unterschiedlichen beliebten Produkten wie Pistazien vorbestellt. Auch wegen einer zwischenzeitlichen Schließung in der Corona-Krise stünden deswegen noch genug Zutaten zur Verfügung.

Verbraucher spüren keine Veränderung

Insgesamt sieht es also nicht danach aus, als werde sich in der kommenden Zeit etwas für den Verbraucher ändern: Im Hinblick auf den Preis sind die Eisdielen bemüht, das vorhandene Kostenlevel zu halten. Und offenbar sind die Inhaber in Bezug auf Lieferungen bestens abgesichert, sodass auch Lieferengpässe erstmal ausbleiben sollten.

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