Straßensanierung Am Quickspring vorerst gestoppt

Durchweichter Boden

Ein durchweichter Boden bremst aktuell die Straßensanierung "Am Quickspring" in Schwerte aus. Der nasse Lehmboden gewährt nicht mehr ausreichend Standsicherheit. Mithilfe eines Bodengutachters wird nun nach einer Lösung für das Problem gesucht. Einen Leerlauf soll es an der Baustelle aber nicht geben.

SCHWERTE-OST

, 03.08.2017, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Straßensanierung Am Quickspring vorerst gestoppt

Weil der lehmige Untergrund so durchweicht ist, dass er keine Standsicherheit mehr bietet, muss die Großbaustelle Am Quickspring ein paar Tage ruhen, bis ein Gutachter die weitere Vorgehensweise vorgeschlagen hat.

„Er fängt an zu wabbeln“, beschreibt Markus Borchert, Prokurist der für den Straßenunterhalt zuständigen Stadtentwässerung, wie sich der aufgeweichte Lehmboden momentan verhält. Je mehr Vibrationen der Maschinen, umso schlimmer werde es. Schuld sei das Wasser, das bei Regen den Kreinberg hinab in die offene Baustelle fließt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, hat Borchert einen Bodengutachter hinzugezogen. Der Experte soll entscheiden, auf welche Weise das Problem gelöst werden kann. Beispielsweise, ob tiefer ausgeschachtet oder gröberer Schotter eingebaut werden muss. Eine weitere Möglichkeit wäre das Kalken, das dem Erdreich Wasser entzieht. Das hatte sich – in Verbindung mit Grobschotter – beim Bau der Adolph-Kolping-Straße im Westhofener Gewerbegebiet Nattland bereits bewährt.

Anwohner mussten Pumpen gegen Grundwasser einsetzen

Irgendwie müssen es Arbeiter in den 1960er-Jahren auch schon einmal geschafft haben, den Quickspring trocken zu legen. „Als ich 1962 nach Schwerte-Ost kam, standen noch Bäume auf beiden Seiten, und die Straße war im unteren Stück vom Garbepfad her immer feucht“, erinnert sich eine Anwohnerin der Baustelle.

Grund seien Quellen, deren Hauptquelle oben am früheren Löschteich gesprudelt habe – ungefähr dort, wo später der Konsum (zuletzt: Markant) gebaut wurde. In einigen Wohnhäusern hätten sogar Pumpen gegen das Grundwasser eingesetzt werden müssen.

Arbeit an den Bürgersteigen vorgezogen

„Dann haben sie die Straße für den Bus tiefer gelegt – und irgendwie war sie dann trocken“, berichtet die Anwohnerin. Ähnliches soll auch jetzt gelingen. Für Dienstag ist eine Besprechung mit dem Gutachter angesetzt. „Dann fällt die Entscheidung“, kündigt Borchert an.

Um Leerlauf möglichst zu vermeiden, haben die Tiefbauer bis zum Mittwoch die Arbeiten an den Bürgersteigen vorgezogen. „Wir werden vielleicht zwei bis drei Tage verlieren“, erklärt Bauleiter Andreas Kruse. Er organisiert bereits LKW-Kapazitäten, damit es nach der Besprechung sofort weitergehen kann.

Die Baustelle Am Quickspring
Die Straße Am Quickspring ist eine der beiden Haupt-Erschließungsachsen der früheren Eisenbahnersiedlung Schwerte-Ost.
Anfang Mai begann dort die umfangreiche Sanierung der maroden Fahrbahn mit Bürgersteigen. Dabei werden teilweise auch Abflusskanäle ausgetauscht. Abschnittsweise arbeiten sich die Tiefbauer von der Einmündung Behnesstraße hinauf bis zu Einmündung Lichtendorfer Straße.
Als Bauzeit sind neun Monate kalkuliert, sodass die Straße voraussichtlich bis Ende Januar gesperrt ist.

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