Studentin veranstaltet Zumba-Party, um Missbrauchsopfern in Tansania zu helfen

rnTanz-Workshop

Über das Internet wurde die Schwerter Psychologiestudentin Lina Weber auf eine Hilfsorganisation in Tansania aufmerksam. Bald fliegt sie selbst nach Afrika, um zu helfen.

Schwerte

, 01.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Make a little BIG change“- Das ist das Motto der Hilfsorganisation Rainbow-Garden-Village (RGV), für die Lina Weber mit einer Zumba-Tanzparty Spenden sammeln möchte. Die RGV unterstützt ausgewählte Projekte in zehn Ländern in Asien und Afrika.

„Ich wollte etwas Sinnvolles tun“

Lina Weber hat über das Internet von der Organisation erfahren. „Ich wollte in meinen Semesterferien etwas Sinnvolles tun“, erzählt die Psychologiestudentin aus Schwerte. Am 15. März fliegt sie für sechs Wochen nach Tansania, um in der Küstenstadt Mtwara im Süden des Landes bei einem Projekt für Frauen mitzuarbeiten, die Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt erlebt haben. „In unserem Projekt geht es darum, den Teilnehmerinnen zu vermitteln, wie sie ein eigenständiges Leben führen können.“ Denn das, so Weber, werde vielen Frauen und Mädchen in Tansania nicht beigebracht. Die meisten seien erst von ihrer Familie, dann von ihrem Ehemann abhängig. „Das Projekt will ihnen vermitteln, wie man für sich selbst Sicherheiten schafft und an sich glaubt.“

Workshops zu Selbstständigkeit und Umweltschutz

Außerdem werden die Projektteilnehmerinnen für Umweltschutz und Plastikverbrauch sensibilisiert. Um das zu erreichen, veranstaltet die Partnerorganisation des Rainbow-Garden-Village in Mtwara Workshops und Kurse, in denen die Teilnehmerinnen zum Beispiel selbst Taschen erstellen, um sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.

Drei Stunden Tanzprogramm

Um die Organisation schon von Deutschland aus zu unterstützen, veranstaltet Lina Weber am 2. März von 12 bis 15 Uhr eine Zumba-Party in der Villigster Turnhalle, Schröders Gasse. Die Schwerterin ist lizensierte Zumba-Trainerin im Fit-for-life-Fitnesstudio in Schwerte. „Ich finde, Zumba ist ein guter Weg, um Lebensfreude und Wohltätigkeit zu vereinen.“ Zusammen mit ihren Kollegen Manfred Gerdes und Joanna Sylwia wird sie ein dreistündiges Tanzprogramm auf die Beine stellen, bei dem Interessierte jederzeit einsteigen können.

Spenden als persönliche Entscheidung

Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt, stattdessen kann jeder Besucher in einer Spardose eine freiwillige Spende abgeben. „Mir ist es wichtig, den Leuten nicht vorzugeben, wie viel sie spenden. Das ist eine Sache, die jeder für sich selbst entscheiden soll“, erklärt Lina Weber diese Entscheidung. Wer für den guten Zweck mittanzen möchte, sollte eine Flasche Wasser, ein Handtuch und ein paar Turnschuhe mitbringen.

Weitere Informationen zu den Projekten des Rainbow-Garden-Village finden Sie auf der Homepage der Organisation.

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