Der Dachträger vom Bahnsteig 3 des Schwerter Bahnhofs wurde am Bauhof auf einen Lkw der Firma Resch verladen, um in Lünen per Sandstrahl gereinigt und neu lackiert zu werden.
Der Dachträger vom Bahnsteig 3 des Schwerter Bahnhofs wurde am Bauhof auf einen Lkw der Firma Resch verladen, um in Lünen per Sandstrahl gereinigt und neu lackiert zu werden. © Herbert Kluge
Krieg in Schwerte

Stummer Zeuge von 300 Bombenopfern: Bahnsteigpfeiler wird konserviert

Er blieb stehen, als ringsherum die Minen explodierten: Löcher von Bombensplittern in einem Träger des alten Bahnsteigdachs erinnern an das Leid des Krieges. Er soll ein Mahnmal werden.

Häuserruinen mit herausgesprengten Wänden und Dächern gibt es nur noch auf vergilbten Schwarzweiß-Fotos. Alle Bombentrichter sind längst verfüllt, auch Einschüsse an Fassaden mit neuem Verputz zugeschmiert. Wie sehr die Schwerter während des Zweiten Weltkriegs unter den andauernden Fliegerangriffen der anglo-amerikanischen Bomberstaffeln leiden mussten, daran erinnert eigentlich nichts mehr im Stadtbild.

Beim Bombenangriff auf den Bahnhof starben 300 Menschen

Fachbetrieb in Lünen entfernt den alten Mennige-Schutzanstrich

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Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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