Bahn-Tickets gibt es in Schwerte bald nicht mehr von der Bahn

rnFahrkarten-Automaten

Die roten Ticketautomaten der Deutschen Bahn werden bald abgebaut. Im Display steht, dass VRR-Tickets mit einer Smartphone-App gekauft werden können. Bahnkunden sind verunsichert.

Schwerte

, 17.01.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den Bildschirmen ihrer Ticketautomaten verabschiedet sich die Deutsche Bahn vom Ticketverkauf für den VRR. Fahrkarten gibt es demnächst von einem neuen Dienstleister. Diese Mitteilung hat viele Bahn-Kunden verunsichert. Kann man ohne Smartphone bald nicht mehr Bahn fahren? Die Antwort lautet: Doch, denn es wird neue Automaten geben, an denen die Tickets für den Verkehrsverbund VRR erhältlich sein werden.

Ein Datum für die Umstellung der Automaten gibt es noch nicht

Die roten Automaten der Bahn weichen den grünen Geräten des neuen Anbieters. Die Transdev Vertrieb GmbH (Transdev) hat den Verkauf von Nahverkehrstickets an den Bahnhöfen bereits am 15. Dezember übernommen.

Die Umstellung der Automaten erfolgt jedoch erst nach und nach. Ein Datum für den Austausch in Schwerte konnte Transdev auf Anfrage unserer Redaktion nicht nennen.

Der VRR hatte im Jahr 2017 den Ticketverkauf neu ausgeschrieben und Transdev konnte sich gegen die Bahn als Dienstleister durchsetzen.

445 Ticketautomaten werden Stück für Stück ausgetauscht

Die Transdev GmbH ist die deutsche Tochter des gleichnamigen französischen Unternehmens, das bis 2015 unter dem Namen Veolia bekannt war. Im vergangenen Jahr übernahm die Selmer Rethmann-Gruppe 34 Prozent der Anteile an der Konzernmutter Transdev Group und führte ihre eigene Bus- und Bahntochter Rhenus Veniro in den Konzern ein.

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Insgesamt 445 Ticketautomaten und Entwerter werden Stück für Stück im VRR-Verbund aufgestellt. Die neuen Fahrkartenautomaten sollen im Vergleich zu den aktuellen Geräten deutlich kundenfreundlicher sein und neue Funktionen bieten.

So soll man an den neuen Automaten Fahrkarten für alle Bahnverbindungen in Deutschland kaufen können. Zudem wird Transdev die Betreuung von Abonnenten übernehmen. Der Vertrag zwischen Transdev und dem VRR läuft bis zum 31. Januar 2030.

Pushnachrichten für die Kunden bei Störungen

Natürlich wird es auch ein digitales Angebot für Smartphone-Besitzer geben. Transdev und der VRR bieten wie die Bahn für ihre Produkte aus dem Bereich des Schienenpersonennahverkehr (SPNV) eine App an, mit der man sich nicht nur alle Fahrpläne auf das Mobiltelefon laden kann, sondern mit der man auch papierlos Tickets kaufen kann.

Bezahlen kann man per Lastschriftverfahren oder per Kreditkarte. Die App soll sogar noch mehr können. Kommt es zu Störungen im Bahnverkehr, sollen Kunden für ihre gebuchte Route automatisch Push-Nachrichten mit Ersatzfahrplänen bekommen.

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