Tödlicher Prügelangriff auf Bauernhof in Ergste: Täter (29) muss nicht ins Gefängnis

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Eine Prügelei auf einem Bauernhof in Ergste, dann ist einer der Männer tot – über diesen Fall hat das Landgericht urteilen müssen. Der Täter (29) kann aufatmen. Leicht hat er es aber nicht.

Schwerte/ Hagen

, 12.02.2020, 14:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst gab es Streit um das Fernseh-Programm, dann war einer plötzlich tot: Nach einer wüsten Schlägerei auf einem Bauernhof in Schwerte ist ein 29-jähriger Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Wichtigste Voraussetzung für ein weiteres Leben in Freiheit: keine Straftaten, kein Alkohol, keine Drogen. Sonst könnte der Weg des Angeklagten statt ins Gefängnis sogar in die geschlossene Psychiatrie führen. Auch das haben die Richter am Hagener Landgericht ins Urteil geschrieben.

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29-Jähriger sagt, er höre seit Jahren Stimmen

Die verordnete Alkohol- und Drogenabstinenz wird den 29-Jährigen, der nach eigenen Angaben seit Jahren Stimmen hört, wohl vor die größten Probleme stellen. War es doch genau der Alkohol, der sein Leben in der Vergangenheit weitgehend bestimmt hat.

Über zwei Promille hatte er am 3. April 2017 intus, als er mit Fäusten auf seinen Zimmernachbarn einschlug. Der 64-Jährige sackte zusammen und stand nicht wieder auf. „Ich habe gesehen, wie die letzte Lebenskraft aus ihm herausgeströmt ist“, hatte der Angeklagte den Richtern gesagt. Offizielle Todesursache: ein Herzinfarkt.

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Die beiden Männer standen unter Betreuung, wohnten auf dem Hof an der Brunnenbergshöhe. Nach dem Prügel-Exzess hatte der 29-Jährige selbst die Polizei gerufen.

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