Trafo-Opa wurde nach 54 Jahren in Rente geschickt

Austausch am Mittwoch

Der älteste Transformator des gesamten Dortmunder Stromnetzes ist seit Mittwoch in Rente - nach 54 Jahren im Dienst. Sein Nachfolger wurde am Morgen mit großem Aufwand an der Ecke Wannebachstraße/Rosenweg in Holzen in Betrieb genommen. Mit einem Gewicht von 78 Tonnen ist der "Neue" sogar noch 23 Tonnen schwerer als das alte Ungetüm.

HOLZEN

09.12.2015 / Lesedauer: 2 min

Der alte Trafo war mit 54 Betriebsjahren der am längsten betriebene Transformator, den die Donetz GmbH in ihrem Netzgebiet im Einsatz hatte. „Verschiedenste Analysen hatten nun gezeigt, dass mittelfristig eine zuverlässige Stromversorgung über diesen Trafo nicht mehr hätte gewährleistet werden können“, erklärte Andreas Liese, Leiter Anlagen- und Kabeltechnik bei Donetz. 

Aus diesem Grund hat sich die 100-prozentige Tochter von DEW21 für den präventiven Austausch des Trafos vor Ort entschieden. „Rund 400.000 Euro investieren wir in dieses Projekt und damit auch in eine sichere Betriebsführung und Stromversorgung in Dortmund“, so Liese. Dabei habe der Einsatz des neuen Trafos noch einen umweltfreundlichen Nebeneffekt: Durch die verringerten Leerlaufverluste könnten jährlich rund 116 Tonnen CO2 eingespart werden. 

Das macht der Trafo:

Der Trafo dient dazu, den über Freileitungen von den Kraftwerken mit einer Spannung von 110.000 Volt ankommenden Strom auf die sogenannte Mittelspannung von 10.000 Volt umzuwandeln. Diese fließt dann weiter zu den Stromhäuschen in den Straßen, wo mithilfe eines weiteren Trafos schließlich die Haushaltsspannung von 380 oder 230 Volt entsteht. Von der Umspannstation an der Wannebachstraße werden die Dortmunder Stadtteile Holzen, Höchsten und Sommerberg mit elektrischem Strom versorgt. 

Von Dresden nach Holzen

Um den neuen Transformator an sein Ziel zu bringen, wurde die Anfahrtsroute für das 8,70 Meter lange, 3,70 Meter hohe und 2,90 Meter breite Ungetüm im Vorfeld genau festgelegt. Auf der A1 bis zum Westhofener Kreuz, dort auf die A45 Richtung Hagen und dann von der Abfahrt Ergste über die Ruhrtal- und Hagener Straße kam er nach Holzen. Gestartet war der Schwertransport bereits zwei Nächte zuvor in Dresden.

 

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