Trauer in Schwerte: Diethild Dudeck ist gestorben

Bekannte Bürgerin

Diethild Dudeck ist tot. Die Ehrenvorsitzende des Oberschichts und des Hansevereins starb am Freitag im Alter von fast 86 Jahren. Oberschichtmeisterin, Wegbereiterin des Pannekaukenfestes, Organisatorin von "Schwerte putz(t) munter" und des Hansetags - Dudecks Herz schlug für ihre Heimatstadt. Wir blicken auf ihr Wirken zurück.

SCHWERTE

, 06.08.2017, 14:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Beiname "Schwerte - Hansestadt an der Ruhr" bleibt untrennbar mit dem Namen von Diethild Dudeck verbunden. Die bekannte Bürgerin ist gestorben.

Der Beiname "Schwerte - Hansestadt an der Ruhr" bleibt untrennbar mit dem Namen von Diethild Dudeck verbunden. Die bekannte Bürgerin ist gestorben.

Als waschechte Schwerterin wurde Diethild Dudeck im August 1931 im Haus der heutigen St.-Viktor-Apotheke in der Brückstraße geboren. Begrüßt mit dem Geläut der 19-Uhr-Glocken von St. Viktor. Nach dem Besuch der Markt- und Oberschule für Mädchen arbeitete sie jahrzehntelang als Mitarbeiterin in verschiedenen Arztpraxen.

15 Jahre lang Oberschichtmeisterin

Nach dem Auszug ihrer Kinder fand Diethild Dudeck in den Nachbarschaften ein neues Betätigungsfeld. 1988 war sie Schichtmeisterein im Schicht 5, 1991 bis 2006 Oberschichtmeisterin der Stadt. Als Ursprung des Pannekaukenfestes backte sie am 31. August 1998 erstmals mit den Schichten 5 und 1 Reibekuchen am verkaufsoffenen Sonntag.

Höhepunkt ihres Engagements im Hanseverein war die Organisation des Internationalen Hansetags 2006. Die jährliche Aktion „Schwerte putz(t) munter“ geht mit auf ihr Konto, denn die Sauberkeit und das Erscheinungsbild der Stadt lagen ihr besonders am Herzen. 

Mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet 

Auch in der Hospiz-Initiative war sie aktiv. Ihr Vorsitzender Dr. Ludger Wolfgart schreibt in einem Nachruf: „In der Schwerter Hospiz-Bewegung gehörte sie in den 90er-Jahren zu den Frauen der ersten Stunde. Und auch nach der erfolgreichen Gründung des Ilse-Maria-Wuttke-Hauses hat sie in ihren zahlreichen Ämtern die heimische Hospizarbeit weiter gefördert. Motor dafür war nicht nur ihr stetiges Bemühen um das Beste für Schwerte, sondern auch ihr christlich geprägtes Menschenbild.“

2004 erhielt Diethild Dudeck für ihre großen Verdienste den Ehrenring der Stadt Schwerte. Diese Auszeichnung markierte aber keinesfalls das Ende ihres unermüdlichen Einsatzes für die geliebte Heimatstadt. In einem Fragebogen des Arbeitskreises Schwerter Frauengeschichte(n) hat Diethild Dudeck einst ihre Kinder und Enkel als Hobby angegeben: Ihnen wird in ihrer Trauer um Mutter und Großmutter der Rückblick auf ein außergewöhnlich erfülltes Leben ein Trost sein.

Viele Schwerter Bürger und Gruppen haben Diethild Dudeck am Wochenende gewürdigt und an ihr Wirken in ihrer Heimatstadt, für die ihr Herz schlug, erinnert.

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