Trelenberg hängt seine Gedichte in Museumsbaum

SCHWERTE Über 40 Gedichte des Schwerter Künstlers Torsten Trelenberg hängen seit gestern in einem Baum vor dem Landesmuseum für Archäologie in Herne. „Ich bin die Königin“ heißt Trelenbergs Projekt, das noch ein Jahr zu sehen ist.

26.07.2007, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die kurzen, manchmal nur aus einigen Wörtern bestehenden Gedichte entstanden während der mehrmonatigen Wanderungen des Künstlers und Dichters aus Schwerte durch das Ruhrgebiet. „Waren es neue Formen der Selbsterfahrung, die schon im 18. Jahrhundert Dichter und Intellektuelle hinaus in die Natur und Landschaft lockten, so stand bei mir die Entschleunigung einer tempoversessenen Zeit im Vordergrund. Je länger ich unterwegs war, desto mehr wurde ich von einer poetisch lyrischen Stimmung ergriffen, die man zunächst hier nicht erwartet“, sagt Trelenberg über seine Beweggründe.

Installation symbolisiert den Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft

Der Baum südlich des Eingangs ist dem Künstler bei seinem Besuch des archäologischen Landesmuseums sofort aufgefallen. „Poesie bedeutet für mich auch immer Zukunft ausgraben. Und wo ist ein Dialog zwischen Vergangenem und Zukunft spannender zu führen als an einem Ort wie dem archäologischen Museum in Herne? Für meine Installation gibt es keinen besseren Standort!“ Zum Konzept des archäologischen Landesmuseums gehört es, die Gegenwart mit einzubeziehen. „Thorsten Trelenbergs Idee, seine Lyrikinstallation an einem Baum auf dem Gelände des LWL-Museums für Archäologie anzubringen, fand daher spontane Zustimmung. Dass er sich ausgerechnet einen Baum ausgesucht hat, den wir selber nie registriert haben, ist eine kleine Ironie des Schicksals“, sagt Dr. Gisela Schumacher-Matthäus vom LWL-Museum für Archäologie mit Augenzwinkern. Thorsten Trelenberg wird seine Poesieoase im Laufe des Jahres mit Lesungen begleiten. Die erste Lesung findet am Sonntag, 9. September 2007, um 15.30 Uhr im Museumscafé statt. Jederzeit zugänglich Die Lyrikinstallation befindet sich auf der Wiese südlich des Museumseingangs und ist jederzeit frei für jedermann zugänglich.

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