Unfall, Leben, Haftpflicht, welche Versicherung brauche ich wirklich

rnBeratung mit Verbraucherzentrale

Welche Versicherungen braucht man tatsächlich, was ist überflüssig. Annette Droßel machte den Check bei der Schwerter Verbraucherzentrale. Wir begleiteten sie.

Schwerte

, 22.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das ist meine erste Beratung“, erzählt Annette Droßel im Wartebereich der Verbraucherzentrale Dortmund. Sie hat an einem Gewinnspiel teilgenommen, das die Ruhr Nachrichten gemeinsam mit der Verbraucherzentrale in Schwerte veranstaltet haben, und den Hauptpreis gewonnen: Eine Versicherungsberatung. „Das fand ich schon sinnvoll, deshalb habe ich an der Verlosung teilgenommen“,

erinnert sie sich. Annette Droßel lebt in Schwerte und arbeitet als Qualitätsprüferin an Schulen für die Bezirksregierung Arnsberg. Vor der Beratung hat sie sich erstmal selbst einen Überblick über ihre Verträge gemacht. „Ich habe extra nochmal herumtelefoniert und mich bei den Gesellschaften erkundigt, damit ich alle Aufstellungen habe.“ Die hat sie in einem großen Ordner dabei, den sie dem Versicherungsberater Dietmar Schwesig auf den Tisch legt. „Eigentlich glaube ich, ganz gut aufgestellt zu sein. Jetzt bin ich auf die Meinung des Fachmannes gespannt.“

„Viele haben Versicherungen, die keinen Sinn machen“

Ein kompletter Check der Versicherungen dauert bei der Verbraucherzentrale 60 Minuten und kostet normalerweise 80 Euro. Dafür geht Dietmar Schwesig mit seinen Klienten in Ruhe alle Verträge durch und berät, welche zusätzlichen Versicherungen sinnvoll sind, aber auch, wo sie sparen können. „Viele Leute haben Versicherungen, die eigentlich keinen Sinn machen, oder zu teuer sind“, erklärt Schwesig.

Ein Beispiel dafür sei häufig die Unfallversicherung. „Wenn man kein risikoreiches Hobby wie Skifahren, Motorrad fahren oder Reiten ausübt oder Kinder absichern möchte, ist die eigentlich nebensächlich.“ Andere dagegen sind dem Berater zufolge durchaus sinnvoll: „Bei jungen Leuten ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die Wichtigste. Und wer ein Haus besitzt, sollte eine Gebäudeversicherung haben.“

Ein Blick in die Verträge gibt Auskunft

Annette Droßels Einschätzung stellt sich als richtig heraus. „Eigentlich brauchen sie mich nicht wirklich“, konstatiert Dietmar Schwesig nach der Durchsicht der Unterlagen. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist hier alles gut.“ Trotzdem rät er ihr, bei ihrer Krankenversicherung nach einem Unisex-Tarif zu fragen. Erst seit 2012 ist es verpflichtend, Männer und Frauen zu den gleichen Konditionen zu versichern. Wer eine ältere Versicherung hat, könnte daher von einem Blick in die Unterlagen profitieren. „Das werde ich auf jeden Fall machen“, nimmt Annette Droßel sich vor.

Beratungen werden einmal monatlich angeboten

Die Versicherungsberatung der Verbraucherzentrale findet einmal im Monat statt, der nächste Termin ist der 2. Oktober. Termine können über die Internetseite oder unter der Telefonnummer 02304 942260 vereinbart werden.

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