Unwetter aus dem Nichts in Schwerte: Polizei und Feuerwehr ziehen Bilanz

rnFeuerwehr-Einsätze

Anderthalb Stunden Unwetter aus dem Nichts – was am Dienstag auf Schwerte niederprasselte, sorgte für viele Einsätze. Am Mittwoch äußerten sich Polizei und Feuerwehr zu den Unwetter-Folgen.

Schwerte

, 12.08.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Unna war man überrascht. Offenbar gehe in Schwerte gerade die Welt unter, sagte der Sprecher der Kreispolizeibehörde nach dem Blick auf den Computerbildschirm. In Unna war es schwül-heiß, weit über 30 Grad und trocken – auch am Dienstagnachmittag, als der Starkregen in Schwerte gar nicht mehr aufhören wollte.

Als es dann noch heftig wehte, als Äste und Zweige abbrachen und auf Autos schlugen. Als Gullys über- und Keller vollliefen. Als Meldung um Meldung um Meldung bei der Feuerwehr auflief. Als dann abgewägt werden musste: Wo fährt denn wer zuerst hin?

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In Iserlohn, Dortmund, Unna: kein Unwetter

Ein kleines Gewittergebiet nur war es. Schwerte erwischte es heftig, ebenso den Dortmunder Süden. In Iserlohn sah man nur dunkle Wolken. In der Dortmunder Innenstadt tröpfelte es eher, als dass es regnete. In Unna und weiter östlich im Kreis Unna blieb es knochentrocken und heiß, während in Schwerte die Temperatur von 33 auf 25 Grad sackte.

Ein lokales Unwetter, wie es bei der aktuellen Sommerhitze immer wieder vorkommt. Am Sonntag traf es Selm, also den nördlichen Kreis Unna, und das noch heftiger. Hunderte Keller standen plötzlich unter Wasser, während ein paar Kilometer weiter alles in Ordnung war.

Die Parallele zum Dienstag in Schwerte: Der Deutsche Wetterdienst warnte quasi erst, als das Unwetter schon da war. Die zuständigen Metereologen unterstrichen: Verschlafen habe man nichts, aber das Gewitter habe eine besondere Dynamik entwickelt, auf die man erst spät habe reagieren können.

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Feuerwehr-Einsätze nach Unwetter in Schwerte

Feuerwehr und Polizei: Immerhin keine Verletzten

Zurück nach Schwerte. Am Morgen nach dem Starkregen konnten Feuerwehr und Polizei immerhin sagen: Es habe keine Personenschäden gegeben, nur einiges an Sachschäden.

Das forderte viel Personal. Nicht nur die Hauptamtliche Wache rückte aus, auch mehrere Freiwillige Feuerwehren aus den Ortsteilen mussten helfen. Der Löschzug Villigst etwa erklärte auf seiner Facebook-Seite: Sechs Einsätze habe man in Schwerte-Mitte gehabt. „Mit verschiedensten Szenarien: umgestürzte Bäumen, Verkehrsunfälle und Keller, die mit Wasser voll gelaufen waren.“

Auf den Parkplätzen in der Nähe des Bahnhofs wurden Autos beschädigt, an anderen Orten im Stadtgebiet ebenso. Das Landen eines Rettungshubschraubers auf dem Parkplatz zwischen Rewe und Aldi hatte indes nichts mit dem Unwetter zu tun. Das sei einfach ein anderer Einsatz gewesen, hieß es am Mittwochmorgen erneut.

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