VCD: B236-Pläne in Schwerte sind "fahrradfeindlich"

Kritik des Verkehrsclubs

Der Kreisverband Dortmund-Unna des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kritisiert den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg für die B236 zwischen Aplerbecker Mark und A1. Die Planungen seien ein "Offenbarungseid" und "fahrradfeindlich". Der VCD stellt Forderungen.

SCHWERTE

, 17.02.2017, 05:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
VCD: B236-Pläne in Schwerte sind "fahrradfeindlich"

In Richtung Schwerte sollen die Radfahrer auf der B236 ab dem Freischütz ein Stück schieben.

In einem offenen Brief an die Bürgermeister von Dortmund und Schwerte fordert der Verkehrsclub beide Städte zur Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss auf. VCD-Vize Albrecht Buscher aus Schwerte sagt dazu: „Dortmund und Schwerte tragen den Titel ,Fahrradfreundliche Stadt‘. Wenn sie diese absolut fahrradfeindliche Planung nicht beanstanden, dann sollten sie diesen Titel umgehend zurückgeben, denn diese Planung ist ein Schlag ins Gesicht aller Fahrradfreunde diesseits und jenseits der Stadtgrenze.“

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Die Pläne scheitern an einer Böschung

Stein des Anstoßes ist vor allem die Planung in Höhe des Freischütz in Richtung Schwerte. Im Plan heißt es demnach: „Der Geh- und Radweg südlich des Freischütz ist für den kritischen, abschüssigen Bereich mit 20 Prozent Gefälle von circa 150 Metern als Gehweg zu kennzeichnen. Radfahrer sind durch ein entsprechendes Hinweisschild auf das ungünstige Gefälle hinzuweisen.“

Ein Radweg parallel zur Fahrbahn in Richtung Schwerte, wie ihn einst auch die Stadt Schwerte in ihrer Stellungnahme gewünscht hat, scheitert an der Böschung. Würde man sie verschieben, so das Argument der Planer, müsste das Brückenwiderlager der Fußgängerbrücke verlegt werden, was wiederum Parkplätze vor dem Haupteingang des Freischütz kosten würde.

Ein eigenständiger Radweg ist nötig

Albrecht Buscher vom Verkehrsclub Deutschland meint: „Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, offensichtlich sind wenige Stellplätze wichtiger als eine sichere und verkehrstaugliche Radverkehrsführung. Selbst 150 Meter Schieben auf einem Steilstück ist somit zumutbar.“

Der Verkehrsclub ist nach wie vor der Ansicht, dass die B236 „jeweils separate und richtungsbezogene Führungen direkt parallel zur Fahrbahn, entweder als abmarkierten Radfahrstreifen auf der Fahrbahn (im Abschnitt K10n bis Heidestraße) oder als eigenständigen Radweg, abgetrennt durch einen hinreichend breiten Grünstreifen (Heidestraße bis Aplerbecker Mark)“, braucht. Dieser alten Forderung sei Arnsberg lediglich mit ein bisschen „Plankosmetik“ begegnet.

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