Verdi-Streik in Schwerte: Viel Stau, nur manche Busse fielen aus

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Busse und Bahnen wollte die Gewerkschaft Verdi lahm legen. Während es in Dortmund, Unna und anderen Städten große Auswirkungen gab, gelang das in Schwerte nur sehr bedingt.

Schwerte

, 29.09.2020, 08:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Theodor-Fleitmann-Schule standen die Autos der Eltern, die ihre Kinder zum Unterricht fuhren, teilweise über die Busbucht hinaus auf dem Holzener Weg. Und auch auf der Straße in Schwerte allgemein war am Dienstagmorgen reichlich Verkehr. Doch während Verdi zu diesem Zeitpunkt in Dortmund Busse und Bahnen lahm gelegt hatte, war in Schwerte vom Warnstreik wenig zu spüren.

Am Bahnhof waren zwar die automatischen Anzeigen mit dem Fahrplan außer Betrieb, doch die meisten Busse trudelten ein.

Viele Elterntaxis an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule: Da die Busse nicht fuhren, brachten mehr Eltern als üblich ihre Kinder dorthin.

Viele Elterntaxis an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule: Da die Busse nicht fuhren, brachten mehr Eltern als üblich ihre Kinder dorthin. © Heiko Mülhbauer

Westfalenbus fährt auch

Nicht nur die Linien der VKU wie der C31 – auch die Westfalenbuslinie R50 und Schulbuslinien wie die 700 waren unterwegs. Zum Teil aber mit wenig Fahrgästen. Die hatten sich offensichtlich auf mehr Streik eingestellt.

Rund um den Bahnhof war es um 8 Uhr eher ruhig. Vermutlich fürchteten viele Pendler, keinen Anschluss in Dortmund zu haben. Dort sah es nämlich anders aus. Die DSW21, die in Schwerte für die Buslinie 430 und 435 mit Anbindung an Hörde zuständig ist, hatte ihren Busbetrieb schon am frühen Dienstagmorgen komplett eingestellt, und das für den ganzen Tag. Für Pendler nach Dortmund bedeutete das, dass kein Bus nach Hörde fuhr. Und Pendler, die die Bahn nutzten, hatten in Dortmund keinen Anschluss an Busse und Stadtbahnen.

Die Busse sind da, aber nicht viele Fahrgäste – so ist es am Dienstagmittag am Bahnhof gewesen.

Die Busse sind da, aber nicht viele Fahrgäste – so ist es am Dienstagmittag am Bahnhof gewesen. © Björn Althoff

Auf der B236 tobte derweil der normale Alltagsstau, vor allem der Rückstau in die kleinen Anliegerstraßen.

Auf den B236-Nebenstraßen bildeten sich am Dienstagmorgen lange Staus.

Auf den B236-Nebenstraßen bildeten sich am Dienstagmorgen lange Staus. © Heiko Mühlbauer

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Vekehrsunternehmen beschäftigen Subunternehmer

Dass der Streik die VKU und Westfalenbus nicht schwer traf, lag daran, dass die vor allem auf den Linien in Schwerte Subunternehmen beschäftigen, die nicht dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst unterliegen. Deshalb sei die Lage in Schwerte noch verhältnismäßig entspannt gewesen, so VKU-Sprecherin Inga Fransson.

Sparkassen-Streik: Geringe Auswirkungen in der Hauptstelle

Nicht nur die Mitarbeiter von Bus-und-Bahn-Unternehmen waren zum Streik aufgerufen. Auch an den Sparkassen in der Region sollte es zu Einschränkungen kommen. 50 Mitarbeiter der Sparkasse Unna-Kamen waren auch bei einer Kundgebung in Unna, wie es von dort hieß. Auch aus Bergkamen wurde von größeren Auswirkungen berichtet.

In Schwerte habe es sich jedoch in Grenzen gehalten, hieß es von der Sparkasse offiziell. Zumindest in der Hauptstelle an der Bahnhofstraße war von geringer Besetzung auch nichts zu spüren.

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