Verweigerte Hilfe für behinderte Frau war Missverständnis

Feuerwehr

SCHWERTE Eine hilflose Patientin auf dem Boden ihrer Wohnung erbat Hilfe, etliche Patienten im randvollen Wartezimmer von Dr. Henning Born warteten auf ihre Behandlung: eine Zwickmühle, aus der Born hoffte, mit Hilfe der Feuerwehr zu kommen. Seine Arzthelferin rief bei der Leitstelle in Unna an. Die jedoch erklärte sich für nicht zuständig, der Rollstuhlfahrerin zu helfen.

von Von Sophie Bissingen

, 12.06.2009, 19:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arzthelferin Stefanie Schwarz (r.), hier mit Kollegin Diana Loos, rief bei der Leitstelle in Unna an. Die jedoch erklärte sich für nicht zuständig, der Rollstuhlfahrerin zu helfen.

Arzthelferin Stefanie Schwarz (r.), hier mit Kollegin Diana Loos, rief bei der Leitstelle in Unna an. Die jedoch erklärte sich für nicht zuständig, der Rollstuhlfahrerin zu helfen.

Es war auch nicht der Eindruck entstanden, dass die Anruferin sauer geklungen hätte, man hätte sich bedankt und verabschiedet. "Die Frau schien einverstanden, nachdem wir ihr erklärt hatten, dass die Leitstelle Dortmund zuständig sei und wir sie baten, sich dort zu melden", erklärt Rauert die Reaktion der Leitstelle. Für die war der Fall damit vorerst erledigt. Dr. Henning Born ließ seine Patienten warten und fuhr zur Wohnung seiner Patientin, half ihr in den Rollstuhl.

"Wir werden uns natürlich mit der Sprechstundenhilfe in Verbindung setzen und den Fall nachbearbeiten. Schließlich wollen wir gute Arbeit leisten und wenn jemand einen anderen Eindruck hat, muss gehandelt werden", verspricht Rauert. 

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