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„Viel zu Essen zu Hause“ - So kamen Drogen-Fahnder einem Schwerter Dealer auf die Schliche

rnLandgericht Hagen

Eigentlich ging es um eine Einladung zum Essen. Doch genau das war den Drogenfahndern, die am Telefon mithörten, nicht geheuer. Jetzt steht ein Dealer aus Schwerte vor Gericht.

Schwerte/Hagen

, 15.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Hast Du Hunger? Ich habe viel zu Essen zu Hause.“ Es waren diese zwei Sätze, die die Drogenfahnder aufhorchen ließen. Und tatsächlich: Die anschließende Wohnungsdurchsuchung war ein Volltreffer. Seit Mittwoch beschäftigt der Fall das Hagener Landgericht. Angeklagt ist ein 24-Jähriger aus Schwerte.

Es war im Dezember 2017, als die Polizei an seiner Wohnung „Am Winkelstück“ auftauchte. Der Geruch von Marihuana schlug den Beamten schon am Eingang entgegen. „Ich wusste sofort, dass wir hier richtig sind“, sagte ein Kripo-Hauptkommissar, der die Geheimsprache richtig gedeutet hatte.

Schreckschusspistole im Schlafzimmer

Als erstes entdeckten die Fahnder im Schlafzimmer eine durchgeladene Schreckschusspistole, dann Reste von Cannabispflanzen. Der Haupttreffer bestand jedoch aus Marihuana-Tütchen – insgesamt rund 50 Gramm. Plus weitere kleinere Mengen.

Im Prozess hat der Angeklagte sofort ein Geständnis abgelegt. Einen Teil wollte er weiterverkaufen, der Rest sei für den Eigenkonsum gedacht gewesen.

Die Drogen hatte der 24-Jährige in Dortmund gekauft. Bei wem, wollte er nicht verraten.

Und die Pflanzenreste? „Das war Schrott“, sagte er den Richtern. „Ich hatte sie im Garten angebaut, bis sie so groß wurden, dass die Nachbarn aufmerksam wurden." Da habe er sie in den Keller gepackt, wo sie verschimmelt seien.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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