Waldbrandgefahr in Schwerte: Aufruf zur Vorsicht

Starke Trockenheit

Nicht nur Menschen leiden unter der Hitze der vergangenen Tage. Auch die Schwerter Wälder haben Probleme mit der Trockenheit. Der Deutsche Wetterdienst meldete für Schwerte am Montag (19. Juni) die Waldbrandgefährungsstufe 3 (mittlere Gefahr) - die Schwerter Forst-Experten raten Waldnutzern zur Achtsamkeit.

SCHWERTE

, 21.06.2017 / Lesedauer: 3 min
Waldbrandgefahr in Schwerte: Aufruf zur Vorsicht

Für Schwerte meldete der Deutsche Wetterdienst am Montag (19. Juni) die Waldbrandgefährungsstufe 3, also eine mittlere Gefahr. Die Menschen werden dazu aufgerufen, achtsam im Wald zu sein.

Am Donnerstag vor Pfingsten hat es laut Andreas Weber, Revierleiter des Schwerter Forstbetriebsbezirks zum letzten Mal ergiebig geregnet: „Diese Trockenheit fängt an, ein Problem zu werden“.

Mit dem Wetter kommen die Schwerter Wälder unterschiedlich gut zurecht. Geschlossenen Laubwäldern, in die keine direkte Sonneneinstrahlung eindringt, geht es noch gut. Sie schaffen sich ihr eigenes, feuchtes Klima. „In den städtischen Laubwäldern gibt es keine Brandgefahr“, meldet Stadtförster Christoph Jendrusch.

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Waldränder besonders gefährdet

Doch in den Lichtungen der Wirtschaftswälder in Ergste und an Waldrändern wird die Situation brenzlich, denn dort findet man bereits jetzt sehr trockenes Gras.

Waldbrände haben meist dort ihren Anfang und meistens entstehen Brände durch das Fehlverhalten von Menschen. „Auf natürliche Weise entstehen Waldbrände nur durch Blitzeinschlag bei schweren Gewittern, wenn es nicht regnet“, so Weber, „also eher selten“.

Vorsichtsmaßnahmen für Waldnutzer

Es sind die Menschen, die sich dieser Tage besonders vorsehen müssen, keinen Waldbrand zu entfachen. Auch wenn es unbewiesen ist, dass der Brennglaseffekt Feuer auslöst, sollte es selbstverständlich sein, dass kein Müll in den Wald geworfen werden darf.

Ebenso selbstverständlich sollte es sein, dass im Wald nicht geraucht wird. Achtlos weggeworfene Kippen können das trockene Gras entzünden. Woran Autofahrer denken sollten ist, dass der Katalysator ihres Fahrzeugs extrem heiß wird. Autos sollten nicht über trockenem Gras oder Laub abgestellt werden.

Zugeparkte Wege stellen großes Problem dar

Eine Schwierigkeit für die Feuerwehr bei Einsätzen in Wäldern sind oft die Wege. „Bei gutem Wetter sind viele Leute im Wald, dann sind die Wege schnell zugeparkt“, sat Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. „Oft sind Wege auch schlecht gepflegt, dann bleiben unsere Wagen schon mal in Ästen hängen“, nennt er ein weiteres Problem.

Doch auch ohne Funken oder Flammen ist die Trockenheit ein Problem für die Wälder: Trockenstress heißt das Problem. Besonders Buchen leiden unter dem Wassermangel. „Bereits im vergangenen Herbst haben die Buchen viel zu früh die Blätter verloren“, so Weber.

Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann ist zuversichtlich, dass auch diese Trockenperiode ohne Waldbrand vorüberzieht: „Wir hatten im Kreis Unna noch nie einen Waldbrand. “

 

 

3 Fragen an Ulrich Peukmann, Kreisbrandmeister in Unna

Worauf sollte ein normaler Waldbesucher in Trockenzeiten wie jetzt besonders achten?

Vor dem Besuch im Wald sollte er sich über die Waldbranntwarnstufen auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes erkundigen. Beim Parken des Autos am Straßenrand sollte er nicht nur auf trockenes Gras unter dem Wagen achten, sondern auch darauf, dass Feuerwehrwagen noch daran vorbei kommen.

Was tut man, wenn man einen Brand entdeckt?

Natürlich die Feuerwehr rufen. Wer auf die Idee kommt, den Brand selbst bekämpfen zu wollen, sollte sich zurückhalten. Beim Ausschlagen eines Brandnestes kann Funkenflug entstehen und dem Feuer wird neue Luft zugeführt. Flucht ist absolut ratsam.

Welche Informationen benötigt die Feuerwehr bei einer Brandmeldung?

Neben den üblichen W-Fragen sollte der Anrufer auch erklären, was genau brennt, Bodenvegetation oder bereits Baumkronen. Außerdem sollte sich der Anrufer für Rückfragen zur Verfügung halten, wenn die Ortsbeschreibung kompliziert ist.

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