Warnung: Eichenprozessionsspinner am Ruhrwanderweg entdeckt

Raupennester

Im vergangenen Sommer machte der Eichenprozessionsspinner Schlagzeilen. Die Raupen können schlimme allergische Reaktionen hervorrufen. Jetzt wurden neue Nester am Ruhrwanderweg entdeckt.

Schwerte

23.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Ruhrwanderweg warnen schon seit Tagen Schilder vor den gefährlichen Raupen.

Am Ruhrwanderweg warnen schon seit Tagen Schilder vor den gefährlichen Raupen. © Mühlbauer

Der Eichenprozessionsspinner macht sich in Schwerte breit. Nachdem Mitarbeiter*innen vom Baubetriebshof der Stadt Schwerte dem Insekt zuletzt schon am Westhellweg auf die Flimmerhärchen rücken musste, ist die Raupe jetzt am Ruhrwanderweg und in Ergste aufgetaucht. Die Stadt mahnt eindringlich, in entsprechend markierten Bereichen Vorsicht walten zu lassen.

Daniel Kaufhold und Michael Wollmer vom Baubetriebshof der Stadt stellen in Ergste ein Warnschild auf.

Daniel Kaufhold und Michael Wollmer vom Baubetriebshof der Stadt stellen in Ergste ein Warnschild auf. © Nähle

Schmetterling an sich ist harmlos

Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch seine Larven tragen mikroskopisch kleine Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen. Ursache ist das Nesselgift Thaumetopoein in den Härchen der Larven. Ausführliche Informationen liefert eine Broschüre des Landes NRW, die sich Interessenten unter der Adresse www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/Broschueren/eps_leitfaden_web_bf.pdf“ herunterladen können.

Rauben können nicht überall entfernt werden

Nicht überall schafft es der Baubetriebshof, die Raupen zu entfernen. Wo Fußgänger*innen oder Radfahrer*innen vor den Raupen mit ihren für die Menschen gefährlichen Haaren acht geben sollten, stellt das Team daher Warnschilder auf. „In Wohngebieten saugen wir die Tiere auch ab“, versichert der Amtsleiter des Baubetriebshofes, Gerhard Krawczyk. „Aber in freier Landschaft kommen sie einfach zu häufig vor.“ Daher sollten Spaziergänger oder Radfahrer generell in der Nähe von Eichen zurzeit sehr aufmerksam sein.

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