Warum der Stadtsportverband jedes Jahr die Schwerter Gründschüler testet

rnSchwerter Vielseitigkeitssichtung

Seit Ende September führt der Stadtsportverband die Vielseitigkeitssichtung mit allen Schwerter Viertklässlern durch. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Schwerte

, 08.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Anfang stehen das Messen der Körpergröße und das Wiegen für jedes der Kinder auf dem Plan. Anschließend verteilen sie sich auf acht Stationen, die in der Jahn-Turnhalle am Montagvormittag aufgebaut sind. Hier müssen die Viertklässler nun ihre motorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Vom 20-Meter-Sprint über Standweitsprung bis zum Balancieren bietet jede Station Anhaltspunkte für Fähigkeiten oder Defizite der Kinder in bestimmten Bereichen.

Die Vielseitigkeitssichtung wird dieses Jahr bereits zum zwölften Mal in Schwerte durchgeführt. Zwölf Ehrenamtliche aus den Vereinen helfen an diesem Tag bei der Durchführung des Sporttests. Vorbild war damals das Friedrich-Bährens-Gymnasium, das diese Prüfung als Eingangstest für die Sportklasse durchführt. Der Test wurde von Sportwissenschaftlern entwickelt, um die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu ermitteln.

Die Schulleiter entscheiden über Maßnahmen

Heiner Kockelke, der Schulsportbeauftragte des Stadtsportverbands Schwerte, betreut die Testtage in den Sporthallen. Er leitet die Ergebnisse der Sichtung an den Rektor weiter. „Die Schulleiter können dann entscheiden, was sie damit machen“. Die Ergebnisse werden dann üblicherweise mit Lehrern und Eltern besprochen, um Kinder mit Förderbedarf zu unterstützen.

Andersrum können aber auch Schüler mit besonderen Talenten gefördert werden. „Es gibt bei uns einen Schnupperpass, den wir dann anbieten“, betont Kockelke. Damit können die Kinder kostenlos die Trainings der Schwerter Sportvereine besuchen. Verband und Vereine erhoffen sich hiervon das Interesse der Kinder an einer sportlichen Betätigung zu wecken. In den ersten Jahren der Sichtung versuchten die Vereine talentierte Kinder direkt anzuwerben: „Das Problem hatten wir zum Anfang und das musste ich dann eindämmen“, erinnert sich Kockelke. Seitdem werden die personalisierten Ergebnisse vertraulich behandelt und ausschließlich den Schulleitern zur Verfügung gestellt.

Stadtsportverband stellt positive Entwicklung fest

Aus den Ergebnissen der vergangenen Jahre lassen sich zudem einige Rückschlüsse auf die allgemeine Fitness der Schwerter Schüler ziehen: „Die beleibten Kinder, die wir vor mehreren Jahren hatten, die gibt es fast nicht mehr“, stellt Heiner Kockelke fest. Als Grund hierfür nennt er auch die gute Vereinsarbeit in Schwerte.

Im letzten Jahr nahmen über 300 Schüler an der Vielseitigkeitssichtung teil. Dabei erzielte jeder zweite getestete Grundschüler in Schwerte ein überdurchschnittliches oder weit überdurchschnittliches Ergebnis. Die maximale Punktzahl liegt bei 5 Punkten. Die Kinder in Schwerte erreichen im Schnitt 3,64 Punkte.

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