Was Schwerter Schulen gegen Cybermobbing tun

Whatsapp & Co

Sieben Prozent der Eltern gaben in einer deutschlandweiten Umfrage der Telekom an, dass ihr eigenes Kind von Cybermobbing betroffen ist. In Schwerte ist es, wie verschiedene Schulen auf Nachfrage angaben, nicht ganz so schlimm. Dennoch nehmen die Schulen das Thema ernst.

SCHWERTE

, 09.02.2017, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Griff zum Smartphone ist für manche Kinder auch mit Angst verbunden. Rund sieben Prozent der Schüler sind bereits von Mobbing im Internet betroffen.

Der Griff zum Smartphone ist für manche Kinder auch mit Angst verbunden. Rund sieben Prozent der Schüler sind bereits von Mobbing im Internet betroffen.

„Ich habe bisher keine Rückmeldungen zum Thema Cybermobbing bekommen“, sagt Heiko Klanke, Schulleiter des Friedrich-Bährens-Gymnasiums (FBG). In der Klasse fünf, wo die meisten Schüler manchmal schon fähiger im Internet unterwegs sind als ihre Eltern, fangen aber schon die Maßnahmen an.

Der Schulsozialarbeiter klärt die FBG-Schüler darüber auf, welche Rechte und Pflichten die Schüler im Internet haben. In Unterrichtseinheiten, zum Beispiel in den Fächern Religion und Politik, werde das Thema zusätzlich behandelt. Auch die Beratungs- und Klassenlehrer seien darin geschult, im Falle von Cybermobbing-Konflikten für die Schlichtung zu sorgen.

Medienscouts sollen Kindern helfen

„Bei uns gab es schon einmal so einen Fall. Das haben wir aber schnell regeln können“, sagt Matthias Walter, stellvertretender Leiter des Ruhrtal-Gymnasiums. Schüler hatten dabei, so die Angaben Walters, unbedacht etwas Beleidigendes mit dem Nachrichtendienst Whatsapp verbreitet.

„Man muss aufzeigen, welche Konsequenzen Cybermobbing hat“, sagt der Konrektor. In regelmäßigen Veranstaltungen sollen die RTG-Schüler das lernen. Zum Beispiel in einer Veranstaltung in der fünften Klasse und im Unterricht. Zudem seien manche Schüler zu sogenannten Medienscouts fortgebildet worden. „Die können auch bei Cybermobbing helfen“, so Walter.

Medienscouts gibt es auch in der Gesamtschule Gänsewinkel, zudem das Fach „Soziales Lernen“. „Die Nutzung des Internets ist darin durchgängig ein Thema“, sagt Schulleiter Jürgen Priggemeier. Denn an der Gesamtschule gab es bereits Fälle von Cybermobbing. „Es gibt aber deutlich weniger als sieben Prozent“, so Priggemeier. Thema in Grundschulen

Cybermobbing ist auch in Grundschulen Thema

Auch abseits der Pubertät ist Cybermobbing ein Thema. In einigen Schwerter Grundschulen beschäftigen sich die Lehrer mit Cybermobbing und dem Internet. In der Grundschule Villigst zeigten im vergangenen Jahr zum Beispiel externe Sozialarbeiter, was mit den Textnachrichten in den sozialen Netzwerken passiert.

In der Friedrich-Kayser-Schule habe man zwar die Eltern informiert. Cybermobbing ist aber dort nicht Bestandteil des Lehrplans. „Wir haben bisher keine Rückmeldung von Eltern bekommen“, sagt Dirk Schnitzler, Leiter der Albert-Schweitzer-Schule. Dabei unterschätze er das Thema aber nicht. „Eltern fehlt manchmal das Verständnis für solche Dinge“, sagt er.

Lesen Sie jetzt