Was wir diese Woche erlebt haben: Weihwasser-Viren und Knobel-Geheimnisse in der Waage

Wochenrückblick

Eine kuriose „Handlungsempfehlung“ zum Weihwasser hat uns irritiert - und ein Besuch beim Knobelclub in der Waage einige Fragenzeichen hinterlassen. Unsere Erlebnisse der Woche.

Schwerte

24.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Was wir diese Woche erlebt haben: Weihwasser-Viren und Knobel-Geheimnisse in der Waage

© Montage: Klose

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Petra Berkenbusch: Knobel-Geheimnisse

Was wir diese Woche erlebt haben: Weihwasser-Viren und Knobel-Geheimnisse in der Waage

© Berkenbusch

Ich kann Skat und Doppelkopf. Rommé in seinen zahlreichen Variationen geht auch. Im Kniffeln bin ich ganz groß. Ich kann sogar Abseits und den Tie-Break im Tennis – soll ich Ihnen vielleicht noch kurz das Regelwerk der Billard-Disziplin Cadre 47/2 erklären? Dann können Sie mich vielleicht im Gegenzug in die Geheimnisse des Knobelns einweihen, die der Damen-Knobelclub „Die töften Puppen“ in der Waage am Postplatz aus dem Effeff beherrscht. Die Frauen knobeln in einem atemberaubenden Tempo, und am Ende hat eine gewonnen. Manchmal mit „Zweiundvierzigeins“, manchmal mit „Schock 1“. Aha?

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Aileen Kierstein: Wo kommen wir denn da hin?

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© Bergmann

Eigentlich bin ich ja ein Fan vom „klein anfangen“-Prinzip. Aber die Mitteilung des Erzbistums Paderborn fand ich merkwürdig – Weihwasser austauschen, um Grippe-Viren vorzubeugen? Beim Friedensgruß das Händeschütteln weglassen? Ja, okay. Aber wie geht es weiter? Bald begrüßen wir unsere Mitmenschen nur noch mit einem kurzen Kopfnicken. Wir laufen mit Mundschutz durch die Straßen, wechseln unsere Einweg-Handschuhe nach jeder Türklinke. Das obligatorische Fläschchen mit Handdesinfektionsmittel ist nach einem Tag aufgebraucht. Gar nicht auszudenken! Neurotisch und ohne soziale Kontakte - aber immerhin gesund.

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Björn Althoff: Was hier passiert ist? Tomaten

Was wir diese Woche erlebt haben: Weihwasser-Viren und Knobel-Geheimnisse in der Waage

© Althoff

Sechs Packungen Tomaten sollten es sein für daheim. Passiert sollten sie sein und jeweils 500 Gramm groß. Ein Auftrag, dem ich gerne nachkam, dann aber im Supermarkt überlegte: Wie genau bekomme ich als Fahrradfahrer denn sechs Packungen nach Hause? Ich dachte an meinen Rucksack, rechnete dann aber durch – weniger das Volumen der Packungen als eher deren Gesamtgewicht: drei Kilogramm zusätzlich auf dem Rücken plus das Risiko, bei einem Unfall alles eintomatiert zu haben? Klang wenig verlockend. Also Plan B: Ganze Palette kaufen, zwölf Packungen an der Zahl – und vorne auf den Gepäckträger. Ging dann ganz gut.

Reinhard Schmitz: Das Rätsel mit dem Esel

Wie füttert man einen Esel? Bei einer Ziege hätte ich ja vielleicht noch mitreden können. Mein Opa hatte früher eine für die Pudding-Milch im Stall. Aber ein Esel? Die Frage, die da auf der bunten DVD-Hülle vor mir auf dem Flohmarkttisch stand, hatte ihren Zweck erreicht: meine Aufmerksamkeit geweckt. Und da auch noch der Schauspieler Manfred Krug auf dem Titelfoto zu sehen war, nahm ich den Film aus DDR-Produktion mit. Absolut kein Fehlkauf. Ein witziges Roadmovie mit dem Skoda-Lkw von Dresden nach Bulgarien. In Sachen Esel war ich nicht viel schlauer. Aber gelernt habe ich: Der Goldstrand muss auch eine Reise wert sein.

Karin König: Neues in der Nachbarschaft

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© picture alliance/dpa

Wenn man – so wie ich letztes Jahr – in eine fremde Stadt zieht, muss man sich erst mal vollkommen neu orientieren: Wo ist der nächste Supermarkt, die nächste Apotheke, die Bushaltestelle? Nach ein paar Wochen kennt man die lebenswichtigen Grundlagen, nach ein paar Monaten redet man sich vielleicht sogar ein, sich auszukennen. Wie wenig ich aber immer noch über meinem neuen Wohnort weiß, habe ich erst diese Woche in einem Gespräch mit einer Freundin gelernt. Die empfahl mir einen Park für meinen Frühlingsspaziergang, von dem ich bisher noch nie gehört hatte. Als ich sie neugierig nach einer Wegbeschreibung fragte, stellte sich heraus: Der Park liegt direkt bei mir um die Ecke. Ich war die entsprechende Straße nur noch nie bis zum Ende gelaufen, weil ich bisher einfach keinen Grund dazu hatte. Schon ein bisschen ärgerlich, ich hätte ja schon letztes Jahr den Frühling im Park genießen können. Deshalb lautet mein Plan für die Zukunft: Häufiger mal neue Wege gehen. Wer weiß, was ich noch so entdecke?

Michael Doetsch: Vermeintlich Lustiges vom Griechen

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© Schwerte

Ein fester Bestandteil der städtischen Sportlerehrung im Freischütz ist Jahr für Jahr auch ein Comedian zur Auflockerung des Ehrungsreigens. Diesmal war es Oli Materlik, der als rheinischer Köbes die Festgäste unterhielt – unter anderem mit einer als Audio eingespielten Straßenumfrage. Der Fragesteller: „Was bekommt man als Gast in einem griechischen Restaurant normalerweise nach dem Essen gratis hinzu?“ Die – vermeintlich spontane – Antwort eines Befragten: „Durchfall!“ Ob Materlik diesen Gag auch präsentiert hätte, wenn er von den griechischen Wurzeln unseres Bürgermeisters gewusst hätte? Dimitrios Axourgos nahm‘s locker.

Jessica Will: Im neuen Outfit zur großen Gala

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© Paulitschke

Wenn Sandra und Björn Thiele zu „Schwerte tanzt“ einladen, reisen Tanzbegeisterte aus ganz Deutschland an. In diesem Jahr sind zum ersten Mal auch meine Eltern dabei. Ich hatte meinem Vater den Vorschlag gemacht, doch Karten zu kaufen und meiner Mutter unter den Weihnachtsbaum zu legen. Idee für gut befunden – Karten gekauft. Als seine Holde das Geschenk auspackte, wurde ihm dann aber klar: Eieiei, das wird ein teureres Vergnügen als zunächst gedacht. Denn meine Mutter rief sofort freudig aus: „Toll, dann kann ich mir ja endlich mal ein neues Kleid kaufen!“ Wie gesagt: Meine Eltern sind dabei – angemessen rausgeputzt!

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