Wasser marsch! Jugendfeuerwehr übte den Ernstfall in der JVA Ergste

rnFreiwillige Feuerwehr

Den Ernstfall probten rund 20 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus Werne und Ergste in der Justizvollzugsanstalt Schwerte – Wassereinsatz und Dummy-Rettung inklusive.

Ergste

, 10.04.2019, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war schon beeindruckend: Mit den zwei großen Einsatzfahrzeugen „Florian Schwerte“ und „Florian Werne“ sowie einem Mannschaftstransportwagen als Rettungsfahrzeug rückten die jungen Feuerwehrleute am Samstagmorgen gut ausgerüstet an. So ging es durch das hohe Tor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Schwerte an der Gillstraße in Ergste auf den großen Gefängnis-Innenhof – alles unter gewissenhafter Aufsicht der Vollzugsbeamten.

JVA ist handyfreie Zone

Die rund 20 Nachwuchs-Feuerwehrleute aus Werne und Ergste im Alter zwischen zehn und 18 Jahren – darunter auch zwei Mädchen – wurden von insgesamt sieben Ausbildern und Übungsleitern begleitet. „Die Idee zu einer gemeinschaftlichen Übung der Jugendfeuerwehren Werne und Ergste hatten wir bei einer Weiterbildung“, erinnerte sich Björn Spatzier von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Werne – eine durchaus ökonomische Sache mit gebündelter Kompetenz und den Möglichkeiten zum Erfahrungs- und Ausbildungsaustausch.

„Und ein besonderer Ort und interessantes Übungsobjekt ist es ebenfalls“, ergänzte Thomas Petry vom Löschzug Ergste der Freiwilligen Feuerwehr Schwerte: „Mal eine ganz andere und für die jungen Leute unbekannte Umgebung einer Justizvollzugsanstalt mit absolut handyfreier Zone. Die Gefängnisleitung war von der Idee begeistert und bei der Umsetzung sehr kooperativ.“ „Auch wir lernen bei solch einer Übung hinzu, und eine Werbung für einen eventuellen, späteren Arbeitsplatz als Justizvollzugsmitarbeiter ist es ja ebenfalls“, sagte Sebastian Markus von der JVA Schwerte zur Motivation.

Mit Ernst bei der Sache - trotz Übung

„Wir wollen mit dieser Übung auch die Kameradschaft sowie den Zusammenhalt und Teamgeist in den Gruppen fördern“, so Björn Spatzier, und Thomas Petry sagte: „Die richtige und sinnvolle Nutzung des zur Verfügung stehenden Lösch- und Rettungsmaterials in einer einsatzähnlichen Situation ist uns wichtig.“

Der Auftrag der Übung war schnell klar: In einem Fabrikationsgebäude sowie auf einem Flachdach musste jeweils ein Feuer gelöscht werden. Und am schlimmsten: Drei Menschen wurden vermisst. Aber keine Sorge – alles war eine Übung, die allerdings von den Teilnehmern absolut ernst genommen wurde: Die drei Vermissten waren Puppen (Dummys), die zu löschenden Feuer gab es natürlich nicht – aber das aus dem Innenhof-Hydrant entnommene Wasser war real.

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Jugendfeuerwehren üben den Ernstfall in der JVA Ergste

Den Ernstfall probten rund 20 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus Werne und Ergste in der Justizvollzugsanstalt Schwerte – Wassereinsatz und Dummy-Rettung inklusive.
08.04.2019
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Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke
Die Jugendfeuerwehren von Schwerte-Ergste und Werne haben eine gemeinsame Übung in der JVA Erste absolviert.© Bernd Paulitschke

Einsatzgerecht eingeteilt wurden die Aufgaben der Gruppen jeweils von den Gruppenführern Tom (12) von der Jugendfeuerwehr Ergste und Jonas (15) von der Werner Jugendfeuerwehr. Tom ist seit rund einem Jahr dabei und fand über den Brand bei einem Bekannten den Zugang zur Feuerwehr. Und Jonas ist bereits seit vier Jahren bei der Jugendfeuerwehr – sein Vater ist ebenfalls Feuerwehrmann.

Dummys aus virtuellem Feuer gerettet

Ruck-zuck waren die Eisatzwagen positioniert, die Anweisungen zielorientiert zugeordnet und die Wasserschläuche einsatzbereit angeschlossen. Nach knapp über einer Stunde waren die Aufgaben erledigt: Die virtuellen Brände gelöscht, die drei Dummys gerettet und alles wieder eingerollt, aufgeräumt und abfahrbereit eingepackt. Da blieb noch Zeit für ein gemeinsames Gruppenfoto und für Informationen der JVA Schwerte zu deren Aufgaben.

Ehrenamtliches Engagement

Zufrieden zeigten sich auch die Ausbilder Thomas Petry und Björn Spatzier: „Es hat alles prima geklappt – ein tolles Training, alle sind gewissenhaft, aufmerksam und mit viel Freude an die Aufgaben herangegangen.“ Um so bemerkenswerter, dass alle Beteiligten die Arbeiten und Leistungen ehrenamtlich erbringen – Respekt!

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