Weg zur Rohrmeisterei: Grüne wollen Kompromiss

Zwischen Altstadt und Ruhr

Die Schwerter Grünen glauben nach wie vor daran, dass es einen Kompromiss gibt bei der geplanten Wegeführung vom Markt bis zur Ruhr. Die Standpunkte von Gegnern und Befürwortern des Projekts sind derzeit allerdings unvereinbar. Gespräche zwischen Grünen und den kritischen Anwohner konnten bislang nicht helfen.

SCHWERTE

, 26.04.2017, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weg zur Rohrmeisterei: Grüne wollen Kompromiss

Die Grünen wollen den neuen Weg zur Rohrmeisterei zwischen dem Markt und der Rohrmeisterei.

Die Ratsmitglieder Bruno Heinz-Fischer, Andrea Hosang und Reinhard Streibel berichteten am Dienstag bei einer Pressekonferenz von Gesprächen mit den Verantwortlichen der Rohrmeisterei und Vertretern der Stadt.

Schwelende Konflikte und bestehende Störfaktoren beseitigen

Heinz-Fischer: „Wir kennen die heftige Debatte, die seit der Vorstellung der Wettbewerbsbeiträge geführt wird, und wir wissen, dass einige Anliegen der Altstadt-Bewohner absolut berechtigt sind.“ Gerade deshalb erscheine die Diskussion über die künftige Wegeführung den Grünen aber auch als Chance, seit Jahren schwelende Konflikte und bestehende Störfaktoren endlich zu beseitigen.

Andrea Hosang: „Die Vermüllung der Altstadt ist in der Tat nicht schön. Aber es greift zu kurz, dafür allein die Rohrmeisterei-Gäste verantwortlich zu machen.“ Im Gespräch mit Stadtplaner Adrian Mork und der Beigeordneten Bettina Brennenstuhl habe man Einvernehmen darüber erzielen können, dass der neue Weg auf jeden Fall einen intensiveren Pflege-Rhythmus seitens der Stadt brauche.

Auch mit Tobias Bäcker von der Rohrmeisterei habe es ein Gespräch gegeben. Reinhard Streibel: „Auch hier sind wir auf Kompromissbereitschaft gestoßen. Dass jedes Mal, wenn Raucher rausgehen und die Tür öffnen, ein Schwall von Lärm mit rauskommt, kann vielleicht durch dicke Vorhänge vor den Eingangstüren gemildert werden.“ Und auch draußen seien noch nicht alle Möglichkeiten des Lärmschutzes ausgereizt.

Grüne wünschen sich Runden Tisch

Fakt ist, dass die Grünen im Gegensatz zu SPD und der Wählervereinigung für Schwerte (WfS) an der Idee einer neuen Wegeführung zwischen Marktplatz und Ruhr festhalten wollen. Bruno Heinz-Fischer: „Wir halten den Weg entlang der Mauer für eine gefällige Lösung, sofern er den finanziellen Rahmen nicht sprengt und gleichzeitig auf nachbarschaftliche Belange Rücksicht genommen wird.“ Und die Tiefgarage am City-Center sieben Tage lang rund um die Uhr geöffnet werde.

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Eine Aufwertung der bereits vorhandenen Wegebeziehungen hinterm DRK-Kinderhort und über den Mühlenstrang soll, so wünschen es die Grünen, zusätzlich für eine Streuung des Fußgängerverkehrs sorgen. Heinz-Fischer: „Wir stehen für Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft, halten den neuen Weg aber für ein wichtiges Projekt für das Gemeinwohl.“

Die Grünen wünschen sich einen Runden Tisch unter der Leitung eines neutralen Moderators. Vielleicht laden sie selbst dazu ein. Aber erst nach dem 14. Mai. Andrea Hosang: „Das Thema soll auf keinen Fall ins Wahlkampfgetöse geraten.“

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