Wegen einer Datenstörung war die neuen, höheren Benzinpreise am Abend des 29. April zeitweise nicht von der Kasse zu dem Preismast der Jet-Tankstelle an der Schützenstraße gelangt. © Reinhard Schmitz
Benzinpreise in Schwerte

Weil er 15 Cent zu viel zahlte: Jet schickt Professor 10-Euro-Gutschein für Ärger an der Tankstelle

Am Leuchtmast war der Benzinpreis billiger als an der Zapfsäule. Darüber ärgerte sich ein Professor aus Schwerte. Anscheinend mit Erfolg.

Wegen eines technischen Fehlers rund 15 Cent beim Tanken mehr bezahlt als erwartet. Dafür jetzt mit dem 66-Fachen entschädigt. Ein Gutschein über 10 Euro hat den Frieden zwischen der Jet-Tankstelle an der Schützenstraße und dem Professor aus Schwerte wieder hergestellt, der sich über unterschiedliche Preisangaben auf dem Leuchtmast am Straßenrand und an der Zapfsäule geärgert hatte.

„Als kleine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten“, so schrieb der Hamburger Kundenservice des Unternehmens, wurde ihm die Karte übersandt.

An der Zapfsäule wurden drei Cent mehr verlangt als am Leuchtmast

Es war am Abend des 29. April gewesen, als der Professor noch schnell auf die Station an der Schützenstraße fuhr, weil die Leuchtanzeige auf dem Masten mit günstigen 1,459 Cent pro Liter Superbenzin E5 lockte.

An der Zapfsäule allerdings wurden stattdessen 1,489 Cent pro Liter berechnet – also drei Cent mehr. Als der Schwerter diese Differenz bemerkte, hängte er die Zapfpistole nach knapp fünf Litern sofort wieder ein.

Weil an der Zapfsäule der Liter Superbenzin plötzlich drei Cent pro Liter teurer war als an der großen Anzeigesäule, brach der Professor nach knapp fünf Litern das Tanken ab und verließ mit seinem BMW X1 die Jet-Tankstelle an der Schützenstraße.
Weil an der Zapfsäule der Liter Superbenzin plötzlich drei Cent pro Liter teurer war als an der großen Anzeigesäule, brach der Professor nach knapp fünf Litern das Tanken ab und verließ mit seinem BMW X1 die Jet-Tankstelle an der Schützenstraße. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Über ein ähnliches Erlebnis berichtete Leser Gerhard Kreutzer, der am selben Tage – nur eine Stunde vor dem Professor – bei der Jet-Station getankt hatte. Als er des Preisunterschieds gewahr wurde, habe er den Tankvorgang nach 17,51 Litern E5 abgebrochen, schreibt er.

Beim nächsten Mal werde er nach Entnahme der Zapfpistole erst einmal den Preis an der Zapfsäule mit dem an der Werbetafel vergleichen. Die Angestellte habe ihm beim Bezahlen nur gesagt, dass die Anzeige an der Werbetafel immer etwas später umgestellt werde.

Die Preise werden von der Jet-Zentrale aus gesteuert

Die ist an der relativ neuen Station an der Schützenstraße mit der modernsten und schnellsten Technik ausgerüstet. In dem Mast am Bürgersteig laufen keine Bänder mit Zahlen mehr. Er basiert auf sogenannter ePaper-Technologie: Das Display wird nur einmal kurz weiß und zeigt dann sofort den neuen Preis an, wie Jet-Pressesprecher Niels Wick erläutert.

Der Preis wird von der Zentrale des Jet-Tankstellennetzes bestimmt und gesteuert. Der Weg der Daten ist folgendermaßen: „Die Preise kommen an der Kasse an und werden an Zapfsäule und Mast gespielt.“

Auf diesem Wege gab es an dem besagten Abend einen technischen Defekt. Wegen einer Datenstörung – so Niels Wick weiter – seien die Preise „von der Kasse nicht auf den Mast gekommen“. Erschwerend hinzu kam die Uhrzeit.

Da der Fehler erst später am Tage außerhalb der Servicezeit auftrat, habe es etwas länger gedauert, bis der Techniker vor Ort war. Sonst komme der normalerweise innerhalb von einer Viertelstunde. Dafür sei die technische Hilfe extra regional verteilt und nicht zentral angesiedelt.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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