Westhofener schreibt Science-Fiction-Roman "Flux"

Nachwuchsautor

Ein einmaliger DNA-Code, der der Schlüssel zu absoluter Macht ist - und drei Stadtstaaten, die um die Vorherrschaft über die Ressource "Flux" kämpfen - an Fantasie mangelt es Timon L. Thöne aus Westhofen nicht. Der 18-Jährige hat einen 400-Seiten-Roman geschrieben und sich dafür eine eigene Science-Fiction-Welt ausgedacht.

WESTHOFEN

, 19.03.2017, 07:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westhofener schreibt Science-Fiction-Roman "Flux"

Das Manuskript seines Fantasy-Science-Fiction-Romans "Flux - Zugzwang" will Autor Timon L. Thöne auf der Leipziger Buchmesse Verlagen vorstellen. Eine der Hauptfiguren ist die Anführer-Tochter Kara, die ihm eine Freundin auf eine Geburtstagskarte gemalt hat.

Ihr Erdöl heißt Flux. Die Gier nach dem Stoff, der alles möglich macht, hat die drei letzten Stadtstaaten der Erde zerstritten. Alles Fantasie aus der Feder von Timon L. Thöne. Doch wie im echten Leben verbünden sich zwei Länder gegen das Dritte, um die Vorherrschaft über die Ressource zu erlangen. Auch die Machtstrukturen und Intrigen innerhalb der Staaten scheinen gar nicht so fern.

„Man kann es lesen als Action-Thriller oder als sozialkritische Abhandlung über unsere Gesellschaft“, sagt Thöne, während er in seiner Aktentasche in dem dicken Manuskript seines Fantasie-Science-Fiction-Romans blättert. Als Grundlage hat der 18-Jährige, der seit Februar 2016 in Westhofen lebt, bis ins letzte Detail die Organigramme der drei Stadtstaaten festgelegt – ausgehend von der Gewaltenteilung, wie sie heutige Demokratien kennen.

Was sich daraus entwickelt und was davon bleibt, zeigt sich bei Aufstieg und Fall der Hauptfigur Lycon, deren einmaliger DNA-Code der Schlüssel zu absoluter Macht ist. Dessen ist sich der Held allerdings noch nicht bewusst, als er wie ein Handlungsreisender zum Auskundschaften der Situation in eine der anderen Städte geschickt wird. Begleitet von Kara, der Tochter des Herrschers, macht er sich auf den Weg, bei dem aus Freunden Feinde werden sollen.

Eigene Geschichten seit der zweiten Klasse

Was sich so leicht anhört, ist eine bis ins Letzte durchkonstruierte Geschichte, die von der ersten Idee an fast zehn Jahre lang in Thönes Kopf reifte. Fantasiewelten hatten seine Vorstellungskraft schon immer in ihren Bann gezogen. Bereits in der zweiten Klasse schrieb der gebürtige Paderborner, der in Franken aufgewachsen ist, seine erste eigene Geschichte auf sieben DIN-A4-Seiten. „Sie hieß 'Die Ritter der Tafelrunde gegen die dunklen Magier und den Drachen'“, erzählt er mit einem Lächeln.

Auch „Flux“ – wie sein Roman heißt – sollte ursprünglich eine Kurzgeschichte werden. Gedacht als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin. „Malen mit Worten“, beschreibt Thöne es. Mit zwölf oder 13 Jahren habe er dann angefangen, den Stoff zu längeren schriftlichen Texten zu formen. „Ich musste die Szenen in eine logische Reihenfolge bringen“, beschreibt er sein systematisches Vorgehen. Das Ergebnis überzeugte kurz darauf einen Autor auf der Leipziger Buchmesse 2015 so sehr, dass er den jungen Kollegen ermunterte: „Schreib das fertig!“

Thöne stellt sein Buch dem Carlsen-Verlag vor

Gesagt, getan. „Flux – Zugzwang“, der erste Band einer geplanten Trilogie, füllt 400 Seiten. Mit dem Manuskript fährt Thöne erneut zur Leipziger Messe' type='' href='http://www.leipziger-buchmesse.de/, die in diesem Jahr vom 22. bis zum 26. März stattfindet. Wie beim Schreiben überlässt er bei der Suche nach einem Verlag nichts dem Zufall. Termine zur Vorstellung des Buches seien schon vereinbart, unter anderem mit dem Carlsen-Verlag. Als Türöffner hat der Bundesverband junger Autoren, dem der Schwerter angehört, auch ein sogenanntes „Meet & Greet“-Treffen mit Verlagsvertretern organisiert.

Das ist die Welt, die Thöne erschaffen hat
Flux (sprich: Flax) ist die Ressource, um die sich in der fantastischen Welt von Timon L. Thönes Romanhelden alles dreht.
Die Bewohner der Fantasiewelt können damit Maschinen bauen und antreiben, aber auch Getränke daraus destillieren.
Angereichert finden sie Flux in Kristallen, die sie Arkanit nennen. Diese sind in verschiedenen Reinheitsklassen über die ganze Welt verstreut.
Da die Vorkommen begrenzt sind, bergen sie – ähnlich wie in der realen Welt das Erdöl – Zündstoff für geopolitische Konflikte.

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