WfS fordert einen Fußgängertunnel unter der B 236, aber nicht aus Sicherheitsgründen

B 236

Ein Tunnel, damit Fußgänger künftig noch über die B 236 kommen? WfS-Chef Andreas Czichowski fordert zwar den Tunnel, aber nicht aus Sicherheitsgründen.

Schwerte

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min
WfS fordert einen Fußgängertunnel unter der B 236, aber nicht aus Sicherheitsgründen

Die Häuserzeile am Beginn der Karl-Gerharts-Straße, besser bekannt als „Runde Ecke", markiert die Kreuzung mit der B 236, die laut WfS mit einem Fußgängertunnel versehen werden soll. © Reinhard Schmitz (A)

Die Grünen wollen den Ausbau ganz stoppen, die WfS hat jetzt eine Liste von Forderungen für den Ausbau der B 236 in der Innenstadt aufgestellt. Darunter auch einen Fußgängertunnel an der Kreuzung mit der Runden Ecke. Aber nicht, um die Sicherheit dr Fußgänger zu gewährleisten, sondern um den Verkehr hier ungehindert fließen zu lassen. Das würde Autoabgase und Stickoxydwerte reduzieren, glaubt die Wählervereinigung.

Hier der gesamte Forderungskatalog der WfS:

  • Der Bereich am Robert-Koch-Platz, Einmündung Karl-Gerharts-Straße, sollte mit einer Unterführung für Fußgänger und Radfahrer versehen werden, um den emissionsträchtigen Verkehrsfluss so flüssig wie möglich zu halten und um ein Queren des Knotens verkehrsunabhängig zu gestalten.
  • Geh - und Radwege sind durch eine klare farbliche Trennung und auch Oberflächengestaltung auszubilden.
  • Die Übergänge vom Fuß-/Radweg auf die Fahrbahn und umgekehrt sind barrierefrei und für kleine Räder von Gehhilfen und e-Scootern kantenfrei auszuführen.
  • Alle Ampelanlagen sind zusätzlich mit Anzeigen auf Augenhöhe/Fahrradampeln auszustatten, um u.a. die Signale auch beim Stehen direkt vor der Ampel wahrnehmen zu können.
  • Die Radwege sind mit Zähleinrichtungen zu versehen, die die Entwicklung des Radverkehrs und insbesondere auch die Akzeptanz der Wege dokumentieren.
  • Wir halten es für erforderlich, hier Planungen zu forcieren, die die Trennung des innerstädtischen Verkehrs vom Fremdverkehr und überregionalen Verkehr zum Ziel hat, betreffen.
  • Für die gesamte Trasse fordern wir eine vernetzte Bedarfsampelsteuerung.
  • Es muss sichergestellt sein, dass bei den knappen Platzverhältnissen keine Verkehrsschilder und Lampenmasten die Benutzung der Geh- und Radwege beeinträchtigen.
  • Die Art der Beleuchtung ist in Abstimmung mit Insektenforschern als SE/ST-Beleuchtungsanlagen vorzunehmen (UV-strahlungsfrei), die Gestaltung der Lampen ist mit der Stadt abzustimmen. Es sind Strahlungskörper zu wählen, die zum Schutz von nachtaktiven Insekten nur nach unten abstrahlen.
  • Die Straßenlampen sind mit Einrichtungen zu versehen die eine Installation von Internetroutern ohne zusätzlichen Aufwand ermöglichen. Die Standorte sind mit dem entsprechenden Bereich der Stadtwerke abzustimmen.
  • Die Parkbuchten sind mit abgewinkelten Ein- und Ausfahrten zu versehen, um das verkehrsbehindernde Rangieren und Rückwärtsfahren weitestgehend zu vermeiden.
  • Die Parkstände (einzelne Parkplätze) entlang der Trasse sind mit E-Ladesäulen auszustatten, die auch das Aufladen von Fahrrädern, e-Bikes und Pedelecs ermöglichen.
  • Zur Vermeidung von späteren Straßenaufbrüchen fordern wir den Einbau von Leerrohren oder entsprechenden Alternativen.
  • Alle Einläufe der Straßenentwässerung im Abschnitt Autobahn A1 bis Robert-Koch-Platz sind als Bergeinläufe auszuführen, um dem hohen Oberflächenwasseraufkommen bei Starkregen sowie den hohen Fließgeschwindigkeiten zu entsprechen und um Überflutungen auszuschließen.
  • Für die Wartung der Gully-Einläufe ist ein verbindlicher Wartungsplan vorzulegen bzw. ein Wartungsvertrag mit der Stadtentwässerung abzuschließen.
  • Die Eingrünung der Trasse sollte so gestaltet werden, dass sie zur größtmöglichen Reduzierung der Emissionen beiträgt. Die Eingrünungspläne sind mit den Aufstellungsplänen für Lampen und Verkehrsschilder abzustimmen.
  • Im Bereich der Wohnbebauung sind entlang der Trasse die Belange des Lärmschutzes zu berücksichtigen. Die bestmöglichen technischen Lärmschutzvorkehrungen sind zu treffen.
    Der Katalog wurde an den Bürgermeister geschickt, mit der Bitte, die Ideen in die städtische Stellungnahme aufzunehmen.
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