WfS-Fraktion setzt sich für einen Abschiedswald für Haustiere ein

SCHWERTE Die WfS möchte jedem Tierfreund ermöglichen, seinem vier-oder zweibeinigen Liebling eine Ruhestätte zu geben. Gedacht ist an einen Begräbnisort für Haustiere in einem städtischen Waldgrundstück.

von Von Reinhard Schmitz

, 22.01.2009, 07:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tief verborgen im Park von Haus Ruhr ließ der Freiherr vom Stosch einst seinem Lieblingshund Pollux einen Grabstein setzen.

Tief verborgen im Park von Haus Ruhr ließ der Freiherr vom Stosch einst seinem Lieblingshund Pollux einen Grabstein setzen.

Vielen fällt der Gedanke schwer, den liebgewonnen Begleiter bei der Tierkörperbeseitigungsanstalt – etwa in Lünen – zu entsorgen, wenn der Tierarzt ihn einschläfern musste. Oder wenn man den Kadaver beim Tierarzt selbst abgegeben hat. "Nicht nur für Hunde, sondern grundsätzlich für Tiere", wünscht sich Weist deshalb eine Begräbnisstätte: "Das kann auch ein Wellensittich sein." Im Gegensatz zu einem Tierfriedhof setzt er auf einen Abschiedswald, dessen Pflege weitgehend der Natur überlassen wird: "Das muss nicht unbedingt ein großes Waldstück sein." Eine Fläche wie hinter der Rohrmeisterei reiche vollauf.

Entsprechende Beispiele kennt Weist aus den niedersächsischen Forstämtern Ahlborn und Clausthal. "Auf der Grabstelle wird vom Forstamt ein Gedenkbaum oder -strauch gepflanzt", beobachtete der WfS-Chef. Kränze und sonstiger Grabschmuck seien nicht erlaubt, um den Charakter des Waldes nicht zu stören. Allerdings kann ein Holztäfelchen mit dem Namen oder Sterbetag in die Erde gesteckt werden. Ähnlich den Grabsteinen, die die Herren von Stosch ihren Lieblingshunden im Park von Haus Ruhr setzen ließen. Die Marmorplatten mit den Namensinschriften haben Vandalen längst zerstört.

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