Wie eine Schwerterin den kleinen Stiggi rettete

Video und Fotostrecke

Die ersten kleinen Flüge hat der kleine Stiggi schon hinter sich. Dass der junge Vogel überhaupt so weit kommen konnte, verdankt er der Fürsorge von Angela Meier aus Schwerte. Vor zwei Wochen hat sie den Stieglitz aus dem Teich gefischt und mit viel Aufwand aufgepäppelt. Wir haben Fotos und ein Video von dem kleinen Vogel.

SCHWERTE

, 26.05.2016, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein emotionaler Moment für Angela Meier, als sie den kleinen Vogel am Ast hängen sah. Ein paar Tage vorher hatte sie mit ihrem Mann ein Stieglitzpärchen mit Nachwuchs auf ihrer Magnolie beobachtet. Nachdem das Nest, so eine Schätzung der Vogelretterin, von einer Elster geplündert wurde, war ein kleines Küken noch übrig geblieben.

Kurzerhand in den Teich gesprungen

Das Küken fiel vom Ast, und Angela Meier hastete hinterher. Mit den neuen Laufschuhen rannte sie in den Hausteich und holte den kleinen Vogel aus dem Wasser. Ab diesem Moment stand für sie fest: „Dieses Tier muss leben.“ Mit einem Föhn trocknete sie das Stieglitzküken. Zuerst versuchte sie, den Vogel mithilfe einer Leiter zurück ins Nest zu setzen, musste aber irgendwann aufgeben.

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Stiggi - der aufgepäppelte Stieglitz aus Schwerte

Die ersten kleinen Flüge von Haustisch zu Haustisch hat der kleine Stiggi schon hinter sich. Dass der kleine Vogel überhaupt so weit kommen konnte, verdankt er der Fürsorge von Angela Meier. Vor zwei Wochen hat sie den Stieglitz aus dem Teich gefischt und mit viel Aufwand aufgepäppelt.
25.05.2016
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Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
Angela Meier hat einen kleinen Stieglitz aus ihrem Teich gerettet, aufgepäppelt und eine Geschichte dazu geschrieben© Foto: Manuela Schwerte
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Nachdem sie den kleinen Stiggi, wie sie den kleinen Stieglitz getauft hat, erst einmal in einem selbst gebauten Nest untergebracht hatte, fütterte sie ihn mit einer Spritze mit Aufzuchtfutter. Geholfen hat ihr dabei ihr Mann, der schon ein bisschen Erfahrung mit einer verwaisten Meise gesammelt hatte. Die konnte er damals aber nicht durchbringen.

Am nächsten Tag wandte sich Angela Meier an Experten und rief die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON), den Vogelschutz und das Tierheim an. Alle rieten ihr von der Aufzucht des Vogels ab. „Ich bin da immer skeptisch. Wenn die Vögel noch nackt sind, ist das sehr schwierig“, sagte Wolfgang Pitzer von der AGON auf Anfrage.

Ein Stoffhund leistet Gesellschaft

Angela Meier wollte aber nicht aufgeben, recherchierte im Internet und kaufte das nötige Futter ein. Körner, Mehlwürmer und Aufzuchtfutter mischte sie zu einem Brei, gab es dem Vogel mit einer Spritze und später mit einer Pinzette. „Ich habe ihn alle 20 Minuten gefüttert, dass der mir bloß nicht wegstirbt“, erinnert sie sich.

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Das provisorische Nest wurde ausgebaut. Ein Rotlicht dient als Wärmequelle von oben. Von unten sorgen Wärmflasche und Körnerkissen für eine lauschige Wärme. Gesellschaft bekommt der kleine Stieglitz von einem Plüschhund, den Angela Meier ihm ihn sein Netz brachte. „Der hat sich dann an die Beine des Plüschtiers gekuschelt.“

Lange musste Angela Meier dann bangen, bis der Vogel über den Berg war. Während sie bei der Arbeit ist, kümmerte sich Mann Kalle um den Vogel. Am zweiten Tag gingen dem Stieglitz die Augen auf, nach zwei Wochen hat er schon ein Federkleid.

Wie es mit dem kleinen Vogel weitergeht:

In den nächsten Tagen soll der kleine Stiggi in die Vogelvoliere einer alten Dame aus Dortmund-Kruckel kommen. Dort soll er an die Natur gewöhnt und dann ausgewildert werden. Während Wolfgang Pitzer immer noch große Zweifel hat, ist Dieter Ackermann (ebenfalls AGON) ein wenig optimistischer: „Der hat durchaus Überlebenschancen. Eine hundertprozentige Garantie gibt es aber nicht.“

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