Wie geht es mit den Schwerter Gymnasien weiter?

Verunsicherte Eltern bei Diskussion

Ein voller Bürgersaal, verunsicherte Eltern, aber auch Lehrer und Politiker: Alle kamen um über die Zukunft der Schwerter Gymnasien zu diskutieren. Die Schulpflegschaft hatte dazu eingeladen, weil die Bezirksregierung mit einer neuen Bedingung die Gymnasien bedroht.

SCHWERTE

, 13.11.2015, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Bürgersaal war nahezu voll besetzt. Vornehm gekleidete Eltern in Anzügen und Hemden saßen neben einzelnen Schülern aus den beiden Gymnasien. Am Rednerpult stand Claudia Belemann-Hülsmeyer, Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft, mit den beiden Schulpfegschaftsvorsitzenden Markus Steube vom Ruhrtal-Gymnasium und Sascha Kudella vom Friedrich-Bährens-Gymnasium, rechts und links neben ihnen die Politiker, hinter ihnen Protestschilder mit dem Aufdruck „Rettet unsere Gymnasien“.

„Die Fünfzügigkeit ist eine existenzielle Bedrohung für die Gymnasien in Schwerte“, sagt Markus Steube. Das Problem, dass die Eltern sehen: Wenn der Ratsbeschluss zur Zukunft der beiden Gymnasien durchgesetzt würde, müsste es neben einem Gymnasium mit drei Eingangsklassen, ein Gymnasium mit nur zwei Eingangsklassen geben, was, so Steube, das Kursangebot der jeweiligen Schule mittel- oder langfristig beschränken würde.

Problematisch an der Sache ist allerdings, dass die Fünfzügigkeit eine Bedingung der Bezirksregierung ist, um eine zweite Gesamtschule in Schwerte zu ermöglichen. Ohne die Fünfzügigkeit also keine zweite Gesamtschule. Allerdings sei der Beschluss nach der SPD-Vorsitzenden Angelika Schröder nur ein „Pro-Forma-Abkommen“. „Wenn alles gut geht, werden beide Gymnasien mindestens dreizügig sein“, sagt sie.

Ein Sonderantrag möglich

Das ist der Fall, wenn es genügend Anmeldungen gebe. Dann könne man in Arnsberg einen Sonderantrag für eine sechste oder eine siebte Klasse stellen. Eine Beschulungsvereinbarung mit Dortmund könne auch in Zukunft die Sechszügigkeit der Schwerter Gymnasien sicherstellen. Hundertprozentig ist die Sache aber noch nicht geklärt.

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Von Dortmund soll es nur eine mündliche Zusage von Stadtdezernentin Daniela Schneckenburger geben, Arnsberg hätte nach SPD-Ratsmitglied Bernd Droll versprochen, eine einmalige Aufstockung zu genehmigen, jedoch nicht schriftlich.

„Wir hängen an dem Fliegenfänger von Arnsberg. Das ist der Preis, den wir für die zweite Gesamtschule zahlen“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Marco Kordt. Klarheit wird es erst am kommenden Montag geben. Dann gehen Schwerter Ratsmitglieder mit den Forderungen der Schulpflegschaft nach Arnsberg.

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