WLAN soll mehr junge Leute ins Elsebad locken

Ab nächsten Sommer

Schwimmen und Sonnen allein reichen nicht mehr aus: Um das Elsebad vor allem für die Jugend attraktiver zu machen, soll es dort im nächsten Sommer ein offenes WLAN-Netz geben.

ERGSTE

, 12.08.2015, 07:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im nächsten Sommer wird vorwiegend für das jüngere Publikum offenes WLAN im Elsebad angeboten.

Im nächsten Sommer wird vorwiegend für das jüngere Publikum offenes WLAN im Elsebad angeboten.

Der Verein Freifunk soll helfen, die Badbesucher ins Internet zu bringen. Die nicht kommerzielle, bundesweit tätige Initiative setzt sich dafür ein, möglichst flächendeckend freies WLAN zur Verfügung zu stellen.

Wie Fördervereinsvorsitzender Thomas Wild beim alljährlichen Besuch des Verwaltungsvorstandes im Ergster Bad beschrieb, haben sich die Besucher- und Kassenzahlen trotz des guten Wetters kaum verbessert gegenüber dem Vorjahr, in dem das Wetter als schlechter empfunden wurde. Man müsse sich Gedanken machen über das geänderte Freizeitverhalten besonders der jungen Leute. Virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten seien häufig attraktiver als die direkte Begegnung, und darunter leide auch der Freibadbesuch. Das offene WLAN-Netz soll dem Besucherschwund etwas entgegensetzen.

Zusammenarbeit mit Freifunk noch am Anfang

Die Zusammenarbeit mit dem Verein Freifunk, der sozusagen als Provider fungiert und deshalb nicht haftbar gemacht werden kann für missbräuchliche Nutzungen der Internetverbindungen, steht nach Auskunft von Thomas Wild noch am Anfang. Wild: „Wir müssen erst einmal unseren Anschluss aufrüsten. Später müssen wir ein paar Geräte anschaffen. Das wird alles in allem ein paar Hundert Euro kosten.“

Im nächsten Sommer soll Freifunk dann dafür sorgen, dass Besucher in weiten Teilen des Elsebades kostenlos und zeitlich unbegrenzt im Internet surfen können. Thomas Wild: „Dann wird man sehen, ob man die Attraktivität eines Freibades tatsächlich auf diese Art erhöhen kann.“

Vorbild für andere Städte

Dass das Elsebad mit seinem Angebot an Sport- und Spielmöglichkeiten und an Begegnung für alle Bürger auch ohne WLAN-Zugang eine Notwendigkeit in der Kommune und Vorbild für andere Städte sei, betonte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Die Stadt würdigt den ehrenamtlichen Einsatz von rund 140 Bürgern für ihr Elsebad ab 2016 mit einem um 8000 Euro erhöhten Jahreszuschuss von 60.000 Euro. Dagegen betrage der durchschnittliche Zuschussbedarf eines kommunalen Bades rund 300.000 Euro pro Jahr.

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