Ein Schwerverletzter bei Wohnungsbrand an der Graf-Adolf-Straße in Schwerte

Feuerwehr-Einsatz

Eine schwere Rauchvergiftung erlitt ein 39 Jahre alter Mann beim Brand einer Dachgeschoss-Wohnung an der Graf-Adolf-Straße. Ein beherzter Nachbar verhinderte Schlimmeres.

Schwerte

, 21.05.2019, 08:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Schwerverletzter bei Wohnungsbrand an der Graf-Adolf-Straße in Schwerte

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Dachgeschoss in Flammen. Die hellen Flammen, die hier zu sehen sind, ist eine so geannnte Rauchgasdurchzündung. © Müller

Um 8.02 Uhr ging die Meldung bei der Feuerwehr in Schwerte ein: Eine Dachgeschoss-Wohnung im westlichen Teil der Graf-Adolf-Straße steht in Flammen. Kein weiter Anreiseweg für die Feuerwehr, die kurz darauf von der Lohbachstraße ausrückte.

Ein Schwerverletzter bei Wohnungsbrand an der Graf-Adolf-Straße in Schwerte

Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, mit der Drehleiter im dichten Geäst an den Brandherd zu gelangen. © Reinhard Schmitz

Flammen schlugen aus den Fenstern

Vor Ort sahen die Feuerwehrleute zunächst nur dichten Qualm. Dann schlugen plötzlich Flammen aus den Fenstern der Wohnung. Das Rauchgas hatte sich entzündet, erklärt Schwertes Feuerwehrchef Wilhelm Müller

Als die Polizei eintraf, hieß es zunächst, dass niemand mehr im Haus gewesen sei, erläuterte Polizeisprecher Thomas Röwekamp. Doch dann stellte sich heraus, dass zwar die beiden Personen, die in der Wohnung gemeldet sind, nicht daheim waren. Ein 39 Jahre alter Mann, der dort nicht gemeldet ist, befand sich aber beim Eintreffen der ersten Brandbekämpfer noch im Gebäude und erlitt eine schwere Rauchvergiftung. „Bislang ist er noch nicht vernehmungsfähig“, so der Polizeisprecher.

„Der Verletzte wurde in eine Spezialklinik nach Gelsenkirchen gebracht“, erklärte Feuerwehrchef Müller. Dort habe man eine Druckkammer, um schwere Rauchvergiftungen zu behandeln.

Dass nicht mehr passiert sei, habe man reaktionsschnellen Nachbarn zu verdanken, die alle weiteren Hausbewohner gewarnt hätten.

Den Verletzten, der sich noch im Gebäude befand, hatten Feuerwehrleute vor der Wohnungstür entdeckt.

Zeugen hatten die Flammen entdeckt

Nach Angaben von Zeugen war der Brand von Passanten entdeckt worden, die die Rettungsleitstelle informierten.

Die Straße war während der Rettungsarbeiten gesperrt. Die Rettungskräfte versuchten, über die Drehleiter an den Brandherd im Dachgeschoss zu gelangen. Besondere Schwierigkeiten ergaben sich durch die Straßenbäume und den engen Raum. Die Brandbekämpfer mussten die Drehleiter durch das dichte Geäst ausfahren. Aus den Fenstern drang auch, nachdem es gelungen war, die Flammen zu löschen, immer noch dichter Qualm.

Um 10.40 Uhr wurde die Straßensperrung aufgeboben.

Ein Schwerverletzter bei Wohnungsbrand an der Graf-Adolf-Straße in Schwerte

15 Minuten später drang immer noch Qualm aus den Fenstern. © Schmitz

Schwerer Schaden am Gebäude

Nicht nur der Brand hinterließ schwere Schäden am Gebäude, auch Löschwasser und Qualm blieben nicht ohne Folgen. Die Feuerwehr war sowohl über das Treppenhaus, als auch mit der Leiter über die Fenster von außen gegen die Flammen vorgegangen. Später habe man auch Teile des Dachs abdecken müssen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden am Gebäude auf mindestens sechsstellig.

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