Zeitweise geschlossene Lehrschwimmbecken in Hennen und Ergste sind für Vereine ein Problem

rnDLRG und Schwimmvereine

In einem sind sich alle einig: Schwimmenlernen ist lebenswichtig. Aber immer häufiger stellt sich die Frage: Wo? Renovierungbedürftige Bäder stellen die Vereine vor Probleme.

Ergste, Hennen

, 03.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vom 10. bis zum 22. Januar war das Lehrschwimmbecken in Hennen geschlossen. Ärgerlich auch für Schwerter Verein wie die DLRG Ergste, die das Bad für ihre Schwimmkurse nutzt. Die Iserlohner Stadtsprecherin Christine Schulte-Hofmann erklärte auf Anfrage, dass der Hubboden defekt sei. Beim Becken kann man die Wassertiefe per Hubboden bestimmen. Derzeit liegt sie bei 1,20 Meter und ist nicht veränderbar.

Probleme mit Hubboden und den Leitungen

Außerdem habe es Probleme mit den Leitungen gegeben. Seit dem Wochenende ist das Bad wieder freigegeben. Aber die Nutzer müssen sich auf eine weitere Schließung einstellen, denn die Stadt Iserlohn will einen neuen Hubboden einbauen.

Der wird zum einen nicht billig, zum anderen muss er aber wegen des finanziellen Volumens des Auftrags groß ausgeschrieben werden.

Stadt Iserlohn kündigt neuen Hubboden an

Generell laute die Frage ja, wie es überhaupt mit dem Bad weitergehe, zumal die Hauptschule Hennen, zu der das Bad gehört, ja schon lange dicht ist.

Das Bad, das 1973 gebaut wurde, hat genau wie sein Pendant in Ergste so seine Probleme. Denn das Lehrschwimmbecken dort war von Weihnachten bis zum 18. Januar geschlossen. Hier war man durch die Legionellenprüfung gefallen.

Die Becken werden von Schulen, Kindergärten und Vereinen genutzt. In Hennen sind der WSV Hennen, der SC Hennen und die DLRG Villigst-Ergste-Hennen die Vereine, die hier regelmäßig Angebote haben.

Defektes Bad stellt die DLRG-Ergste vor Probleme

“Als das Bad geschlossen war, hat uns das schon vor goße Probleme gestellt“, sagt Marcel Mitze von der DLRG-Villigst-Ergste-Hennen. Die Mitglieder wollten natürlich, dass ihre Kurse auf andere Bäder verteilt werden. Doch es gibt immer weniger Wasserflächen.

Und auch die aktuelle Situation ist alles andere als gut. Mit der Wassertiefe von 1,20 Metern sei das Becken jetzt zu tief für Kinder-Schwimmkurse, die normalerweise bei einer Wassertiefe von 90 Zentimetern abgehalten werden. Es sei aber nicht tief genug für die Großen, die ja auch Startsprünge machen. „Wenn man so will, könnte man sagen, das ist jetzt ein Hotelschwimmbecken, in dem man ohne Aufsicht schwimmen darf“, so Mitze.

Situation entspannt sich im Sommer

Im Sommer entspannt sich die Situation für die DLRG ein bisschen. Denn dann steht neben Lehrschwimmbecken und einer freitagabendlichen Schwimmzeit im Stadtbad noch das Elsebad zur Verfügung.

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