Seit 2018 steht der ehemalige Frischemarkt in Villigst leer. © Reinhard Schmitz
Amtsgericht

Zwangsversteigerung: Frischemarkt in Villigst ist verkauft

Seit 2018 steht der Frischemarkt in Villigst leer. Bei der ersten Versteigerung 2020 konnte kein Zuschlag gewährt werden. Nun hat ein Mann aus Hamm die Immobilie im zweiten Versuch ersteigert.

Seit August 2018 steht der ehemalige Villigster Frischemarkt leer. Zu den Räumlichkeiten gehört neben Ladenlokal, Keller und Parkplatz auch eine Eigentumswohnung, deren Besitzerin zum Verkauf bereit war. Im vergangenen Jahr sollten die Räume im Amtsgericht zwangsversteigert werden.

Fünf Interessenten bei Versteigerung im Amtsgericht

Im Juni 2020 kam der einzige Bieter, Oliver Barten von Barten Immobilien, trotz eines Gebots nicht zum Zuge. Barten bot mit 120.000 Euro knapp weniger als die Hälfte des veranschlagten Verkehrswertes. Der Zuschlag wurde daher verweigert.

Im Nachhinein gab Barten an, das Gebot im Auftrag eines Inkasso-Unternehmens abgegeben zu haben, um die Mindestgebots-Grenze für den nächsten Versteigerungstermin zu umgehen und so mehr Interessenten anzulocken.

Am Montag (20.9.) kam es nun zu einem erneuten Versteigerungstermin im Schwerter Amtsgericht. Insgesamt beteiligten sich fünf Interessenten an der Versteigerung. Auch wenn der veranschlagte Verkehrswert des Frischemarkts weiterhin bei 248.300 Euro lag, musste die Mindesgebots-Grenze durch das Gebot beim ersten Termin nicht mehr eingehalten werden.

Den Zuschlag erhielt schlussendlich ein Mann aus Hamm für einen Betrag von 162.000 Euro. Noch müssen die Grundstückseigentümerin sowie die Eigentümerin der anliegenden Wohnung zustimmen. Der Zuschlagstermin des Objektes ist für den 11. Oktober geplant.

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Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer