Christian Voßschmidt (l.) trug einen Treffer beim Tor-Spektakel des PSV Bork bei. © Fleckmann
Fußball

13-Tore-Wahnsinn beim PSV Bork, doch Sieg über TIU Rünthe wird überschattet

Eigentlich wird den Zuschauern des PSV Bork beste Unterhaltung geboten: Gleich 13 Tore fallen im Spiel gegen TIU Rünthe. Das Spektakel rückt aber wegen einer unschönen Szene weit in den Hintergrund.

Das Spektakel ist zurück beim PSV Bork: Beim Spiel in der B-Liga gegen TIU Rünthe fallen gleich 13 Tore. Der PSV hat das bessere Ende für sich, kann sich am Ende aber kaum freuen.

Kreisliga B2 Unna-Hamm

PSV Bork – TIU Rünthe 9:4 (3:2)

„Wir wären lieber im Bett geblieben“, sagte Sanmi Ojo gleich als Erstes. Der PSV-Spielertrainer konnte sich trotz des eindeutigen Sieges mit fünf Toren Vorsprung kaum freuen. Denn erneut beklagt der PSV eine schwere Verletzung. Maik Küchler hat sich voraussichtlich den Arm gebrochen.

„Es fühlt sich noch bescheidener an als letzte Woche“, meinte Ojo. Beim Spiel am vergangenen Sonntag hatte sich Niklas Barnfeld schon verletzt. Auch er hatte sich den Arm gebrochen.

Dabei lief es bis zur Verletzung Küchlers für den Stürmer richtig gut. Küchler hatte seine Farben nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 2:0 in Führung geschossen (11./14.). Nachdem sich die Gäste aus Rünthe wieder zum unentschieden gekämpft hatte, gelang Simon Serges noch vor der Pause die erneute Führung.

PSV Bork schießt weitere sechs Tore nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel wurde das muntere Scheibenschießen dann noch wilder. Nach TIU-Ausgleich, Küchlers dritten Treffer, erneutem Ausgleich und Küchlers viertem Tor, erhöhte Christian Voßschmidt auf 6:4 (63.). Dann die 66. Minute, die das Spiel veränderte. Küchler traf zum fünften Mal, stieß jedoch mit den Rünther Torwart zusammen, stürzte unglücklich und zog sich so seine Verletzung zu. Die letzten beiden Treffer durch Ojo waren dann nur noch Nebensache.

„Wir sind zurück beim Spektakel, was ich nicht positiv sehe“, fasste Ojo das Sportliche zusammen. Das war aber ohnehin zweitrangig, einem Spiel, das abseits der Verletzung weitere Schatten warf. „Die Stimmung war sehr aufgeheizt, die Stimmung aggressiv. Es war keine schöne Partie, es sind viele unschöne Wörter gefallen“, fasste Ojo zusammen und schon wegen der Küchler-Verletzung war klar: „Das war aber alles ohnehin zweitrangig.“

PSV: Hamelmann – Bester, Bauer, Ojo, Küchler, Voßschmidt, Dorschner, Zinter, Helmig, Tappe, Serges / Klaas, Rosengart, Onweni, Hüsing

Tore: 1:0 Küchler (11.), 2:0 Küchler (14.), 2:1 Yücel (17.), 2:2 keine Angabe (23.), 3:2 Serges (33.), 3:3 Dogruel (47.) 4:3 Küchler (50.), 4:4 Dogruel (52.), 5:4 Küchler (54./Elfmeter), 6:4 Voßschmidt (63.), 7:4 Küchler (66.), 8:4 Ojo (85.), 9:4 Ojo (89.)

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel