Julius Becker ist am Wochenende extra aus Lettland angereist. © Archiv
Fußball

„Es ist meine Pflicht, zu spielen“ – GS Cappenberg erhält Unterstützung aus Lettland

GS Cappenberg rutscht ab ins Mittelmaß: Acht Punkte aus den letzten sechs Spielen und Tabellenplatz 8 von 16 stehen bisher zu Buche. Am vergangenen Wochenende gab es nun Unterstützung aus Lettland.

Zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen: Das ist die bisherige Bilanz von Fußball-A-Ligist GS Cappenberg. Eine ordentliche, aber keine überragende Bilanz. Am vergangenen Wochenende beim Unentschieden bei Westfalia Wethmar II erhielt der Verein nun Unterstützung von einem alten Bekannten aus Lettland. Dieser passt sich der aktuellen Verfassung der Mannschaft an.

„Am Tag nach dem Spiel hat mir alles wehgetan“, erzählt Julius Becker. Die Nummer 21 von GS Cappenberg wurde vergangenes Wochenende beim 1:1-Unentschieden bei Westfalia Wethmar zur Halbzeit eingewechselt. Der 21-Jährige ist noch etwas eingerostet: „Am Anfang war mein Spiel noch etwas schwer. Im Nachhinein ging es dann besser. Trotzdem bin ich nicht zufrieden.“ Das Wichtigste ist aber: „Es hat Spaß gemacht, wieder mit den Jungs zu kicken!“

Ein weiteres Resultat im mittelmäßigen Bereich konnte aber auch er nicht verhindern. Becker hadert noch etwas mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin geht so zufrieden. Die drei Punkte hätte ich gerne mitgenommen. Jetzt müssen wir uns mit dem Unentschieden zufriedengeben.“

Becker kommt extra aus Lettland zu GS Cappenberg

Trotzdem bleibt Beckers Einsatz für Cappenberg ein besonderer, denn aufgrund seines Studiums gibt es seit dieser Saison deutlich weniger davon. Der 21-Jährige studiert inzwischen in Lettland Tiermedizin. „In Lettland erlerne ich viele Studieninhalte praktisch. Man fängt früh an, direkt am Tier zu arbeiten und das hat mich angesprochen“, erklärt der Ur-Cappenberger die Wahl seiner neuen Heimat.

Für seinen Jugendverein wird Julius Becker aber immer Platz haben. „Wenn das Team mich braucht und der Trainer fragt, dann ist es für mich eine Pflicht, zu spielen“, sagt er. Für Grün-Schwarz läuft Becker aber nicht nur aus Pflichtgefühl auf: „Ich spiele hier, seit ich vier Jahre alt bin. Alle wiederzusehen, macht mir immer Spaß.“

Die Studienzeiten machen Probleme

Viele Einsätze des Eigengewächses wird es in Zukunft aber wohl nicht geben. Denn aufgrund seiner Studienzeiten kann Becker nur sehr unflexibel helfen. „Meine Semesterferien liegen meist genau in der Sommer- und Winterpause. Wenn dann noch Quarantäne-Regelungen dazukommen, wird es schwer, zu den Spielen da zu sein“, so der Cappenberger.

Trotzdem wird Julius Becker weiterhin bereit sein, für seine Mannschaft zu kämpfen: „Wenn es geht, will ich in Zukunft versuchen, mehr mit der Mannschaft zu trainieren und dann auch noch mal von Anfang an zu spielen!“

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