Spielertrainer Pascal Harder musste mit GS Cappenberg zuletzt eine deutliche Niederlage hinnehmen. © Matthias Henkel
Fußball

GS Cappenberg ist auf Wiedergutmachung aus – Hoffnung macht die Klatsche aus der Vorwoche

Die deutliche Niederlage gegen TuRa Bergkamen vom vergangenen Wochenende zeigt bei GS Cappenberg deutliche Nachwirkungen. Die Pleite macht der Mannschaft aber auch Hoffnung für das kommende Spiel.

Zum Wochenbeginn war die Laune bei Pascal Harder nicht sonderlich gut, wie der Spielertrainer von GS Cappenberg zugab. Zu sehr nagte die 0:6-Niederlage gegen TuRa Bergkamen noch am Coach des Fußball-A-Ligisten. Zum Wochenausklang hatte sich das schon wieder etwas geändert – dabei wartet auf die Grün-Schwarzen am Wochenende direkt der nächste dicke Brocken in der Liga. Hoffnung macht dabei ausgerechnet die hohe Niederlage gegen Bergkamen.

„Ich war so sauer, wie lange nicht mehr. Wir haben uns komplett ergeben“, sagt Harder im Rückblick auf das Spiel gegen Bergkamen. Hinsichtlich des Spiels gegen Tabellenführer Kamener SC am Sonntag (15 Uhr, Am Kohuesholz, Cappenberg) meint der Trainer: „Das müssen wir besser machen. Bei der Einstellung muss sich einiges ändern. Ich sage immer, dass man verlieren kann – die Frage ist nur wie.“

Pascal Harder vermisst Einsatz gegen TuRa Bergkamen

Gegen Bergkamen vermisste Harder den unbedingten Einsatzwillen seiner Truppe – vor allem daher rührt seine schlechte Laune. „Sollten wir uns wieder so präsentieren wie letzte Woche, gehen wir unter“, so Harder. „Aber eigentlich ist das fast unmöglich, so schlecht wie wir waren.“

Dass die einzige Niederlage so deutlich ausfiel, dass GSC nun sogar ein negatives Torverhältnis von -4 hat, hallt besonders nach. „Wir haben uns gut etwas erarbeitet. Deswegen ärgert es mich, dass wir das mit dem Arsch einreißen“, meinte Harder. „In unserer Mannschaft ist viel mehr Potenzial drin.“

Mittlerweile hat der Trainer das Spiel abgehakt und setzt darauf, dass seine Elf das Gesicht zeigt, das GSC zum ordentlichen Saisonstart vor dem TuRa-Spiel mit sieben Punkten aus drei Partien präsentierte.

Robin Selbstaedt (l.) steht GS Cappenberg gegen den Kamener SC wieder zur Verfügung.
Robin Selbstaedt (l.) steht GS Cappenberg gegen den Kamener SC wieder zur Verfügung. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Hoffnung gegen den Tabellenführer zu bestehen, macht ausgerechnet die krachende Pleite gegen Bergkamen. „Aus Niederlagen lernt man am besten. Wir brauchen etwas Gegenwind, auch wenn der jetzt etwas heftiger war“, ist Harder überzeugt. „TuRa hat natürlich ordentlich Qualität. Sie haben uns ordentlich unsere Schwächen aufgezeigt. Aber so sehen wir, dass es nicht reicht, wenn wir nur 95 Prozent geben – gegen solche Gegner erst recht nicht.“

Wieder einige Ausfälle bei GS Cappenberg

Welches Personal den Tabellenführer genau stürzen soll, ist noch offen. Sicher ist, dass Cappenberg wieder einige Ausfälle zu verzeichnen haben wird, auch wenn Robin Selbststaedt aus dem Urlaub zurück ist. „Die Bank wird gespickt sein mit Spielern, die nicht fit sind“, sagt Harder. Zu ihnen gehört sicher auch Louis Heckenkamp, der nach Oberschenkelproblemen in den Kader zurückkehren könnte.

Trotz möglicher Rumpftruppe soll die Überraschung gelingen. „Der letzte Sonntag stimmt mich positiv, dass es jetzt am Sonntag anders wird“, so der GSC-Coach. Voraussetzung dabei: „Wir müssen wieder bei den Grundtugenden ansetzen, sonst brauchen wir gar nicht erst über den nächsten Schritt reden“, fordert Pascal Harder den unbedingten Einsatzwillen seiner Mannschaft.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel