GS Cappenberg überzeugt zum Saisonstart mit viel Kampfgeist. © Nico Ebmeier
Fußball

Leistungsträger von GS Cappenberg läuft erst beim Marathon und spielt dann 90 Minuten durch

GS Cappenberg ist mit sieben Punkten aus drei Spielen erfolgreich in die neue Saison gestartet. Die Mannschaft überzeugt mit einem guten Kampfgeist. Auch, weil der Kapitän vorangeht.

Der 1:0-Sieg von GS Cappenberg gegen den TSC Kamen II war wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen. Doch am Ende setzten sich die Cappenberger auch wegen ihres starken Kampfgeistes durch. Ein Spieler lebte diese Einstellung am Sonntag besonders vor.

„Ich merke meine Beine immer noch“, sagte Cappenbergs Spieler Benedikt Stiens zwei Tage nach dem Spiel. Der Dauerbrenner hatte am Sonntag mal wieder über 90 Minuten durchgespielt. Doch das alleine war nicht der Grund für seinen Muskelkater.

Benedikt Stiens geht als Kapitän bei GS Cappenberg voran. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Stiens ist noch am selben Morgen beim Münster-Marathon angetreten. „Ich bin mit drei Arbeitskollegen die Staffel gelaufen. Dabei bin ich die 10,5 Kilometer Runde gelaufen“, erzählt er. Angemeldet hatte er sich in der Zeit, als wegen Corona noch nicht wieder an Fußball zu denken war. „Da musste ich dann jetzt durch“, sagte er.

Benedikt Stiens kämpft sich durch

Am Nachmittag kamen auf dem Fußballplatz dann noch einige Kilometer hinzu. Als Sechser spielte Stiens dann auch ausgerechnet auf der sehr laufintensiven Position im defensiven Mittelfeld. „Es war schon sehr hart“, gab der Mittelfeldspieler zu. „Ich hatte während des Spiels sogar Krämpfe, aber es ging irgendwie.“ In der zweiten Hälfte habe er sich dann in die Innenverteidigung fallen lassen und nicht mehr so viele Aktionen nach vorne mitgemacht, erklärte er.

Auch eine Auswechslung wäre zu diesem Zeitpunkt denkbar gewesen. Allerdings prallte Frederik Jäger mit einem Mitspieler zusammen und musste dann vorsichtshalber vom Platz. „Zu dem Zeitpunkt hatten wir aber schon zweimal gewechselt“, sagte Stiens. Deshalb war klar, dass er durchspielen muss.

Der langjährige Kapitän biss auf die Zähne und hielt bis zum Ende durch. „Ich hoffe, dass ich damit auch ein Vorbild für die Mannschaft sein kann“, sagte Stiens hinterher. Die Mannschaft belohnte sich und ihren Kapitän mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel und liegt damit auf dem vierten Tabellenplatz. Das kommt selbst für Stiens ein bisschen überraschend. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich vor ein paar Wochen nicht gedacht hätte, dass wir so gut starten.“

Mit Cappenberg will Stiens am Sonntag (15.15 Uhr) gleich nachlegen. Dann geht es zum FC TuRa Bergkamen und um die nächsten drei Punkte.

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