Ein Spieler von Pascal Harder markierte am Wochenende seinen ersten Saisontreffer. © Nico Ebmeier
Fußball

Nach erstem Saisontreffer für GS Cappenberg: „Bringt hoffentlich den Stein ins Rollen“

Nach seinem ersten Tor für GS Cappenberg hofft der Leistungsträger nun, dass die ganze Mannschaft vom Schwung profitiert. Richtig wichtig wird es dabei schon am kommenden Wochenende.

Die 2:5-Klatsche in der Fußball-Kreisliga A war für die Kicker von GS Cappenberg ein herber Rückschlag und wieder ein Schritt in die falsche Richtung. Dabei hatte Coach Pascal Harder in den Vorwochen eine deutliche Besserung gesehen.

Wenigstens für Kapitän Benedikt Stiens gab es bei der Niederlage ein wenig etwas zu Lachen, schließlich schoss der Cappenberger endlich im siebten Saisonspiel sein erstes Tor. „Natürlich freut man sich immer darüber“, so Stiens. „Aber leider hat es nicht zu einem Punkt und oder einem Sieg gereicht. Das ist dann doch etwas schade.“

Kapitän Benedikt Stiens (r.) hat mit GS Cappenberg ein machbares Auftaktprogramm erwischt. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Bei einem Freistoß in der 41. Spielminute hatte der GSC-Leader gesehen, dass die Bausenhagen-Abwehr viel Platz hinter der Mauer ließ. Diese freie Fläche nutzte Benedikt Stiens, forderte vom Spielertrainer Pascal Harder durch ein lautes „Kalle!“ einen Flachpass und vollstreckte diesen zum zwischenzeitlichen 1:3-Anschlusstreffer. Keine einstudierte Variante, aber wenigstens ein kluger Gedankenblitz der beiden Führungsspieler, sagt er.

GS Cappenberg hat nun zwei Anführer auf dem Platz

Generell sei es aktuell durchaus eine kuriose Situation, dass der Coach aufgrund der extrem schlechten Personalsituation immer wieder zusammen mit „Bene“ auf dem Platz steht und nicht draußen von der Seitenlinie die Ansagen gibt. „Das ist schon etwas anderes, aber es hat viel Gutes“, lobt der Mittelfeldspieler. „Kalle kann die Bälle extrem gut festmachen und leitet damit immer wieder Angriffe ein. Dazu ist es natürlich für uns alle super, wenn er seine Vorgaben direkt vom Spielfeld aus weitergeben kann.“

Dennoch weiß auch Benedikt Stiens, dass nach dem überraschend guten Sieben-Punkte-Start nun zuletzt vier Partien ohne Sieg zu Buche stehen: „Ich hoffe, dass ich nach meinem Tor vielleicht auch die Euphorie mitnehmen kann und dann bringt das hoffentlich den Stein ins Rollen. Wir haben jetzt in den Spielen gesehen, dass wir vor allem über den Kampf kommen und wenn der nicht da ist, passieren eben solche Spiele wie gegen Bausenhagen oder TuRa Bergkamen (0:6).“

Benedikt Stiens sieht die noch fehlende Abstimmung als Problem

Gerade offensiv scheint es bei der Harder-Truppe noch nicht so richtig zu funktionieren, bis jetzt jubelten die Grün-Schwarzen erst neun Mal in sieben Saisonspielen. „Bei uns fehlt noch so ein bisschen die Abstimmung“, ist Stiens auf der Suche nach den Gründen. „Man merkt, dass wir noch nicht so richtig eingespielt sind und wenn wir dann auch nicht alles auf dem Platz geben, kann das eben ganz übel ausgehen.“

Überhaupt nicht übel darf es dabei am liebsten am kommenden Wochenende ausgehen. Denn am Sonntag um 13 Uhr (Ängelholmer Str, Kamen) trifft GSC auf die Zweite des VfL Kamen. Diese ist bisher noch sieglos und sollte es, so wollen es zumindest die Cappenberger, auch noch nach dem Wochenende sein. „Das müssen wir gewinnen. Das ist klar. Auch wenn sich die Personalsituation noch einmal verschlechtert hat, müssen da drei Punkte her“, lautet die klare Kampfansage des Kapitäns.

Mit diesen möglichen zehn Zählern auf dem Konto wäre so auch der große Abstand zu den Abstiegsrängen weiter bewahrt: „Wir hatten einen sehr guten Start und müssen jetzt alles dafür tun, dass wir mit den unteren Rängen nichts mehr zu tun haben. Drei Punkte wären dafür schon sehr wichtig.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier