Sanmi Ojo war mit dem Auftritt des PSV Bork zufrieden. © Henkel
Fußball

PSV Bork hat noch einige Baustellen – zu viel Spektakel für Trainer Sanmi Ojo

Nach fünf Spieltagen steht der Fußball-B-Ligist PSV Bork auf dem dritten Tabellenplatz. Trotzdem läuft noch nicht alles rund.

Neun Punkte aus fünf Spielen – Die Bilanz zum Saisonstart liest sich beim PSV Bork ganz vernünftig. Trainer Sanmi Ojo sieht aber noch an einigen Stellen Verbesserungsbedarf.

Wenn der PSV Bork in dieser Saison auf dem Platz steht, dann ist Spektakel vorprogrammiert. Ganze 34 Tore fielen in den bisherigen fünf Ligaspielen. 14 Tore gingen allerdings ins Tor der Borker. Für Trainer Sanmi Ojo ist das zu viel Spektakel: „Manchmal würde ich mir auch einfach mal ein 2:0 wünschen statt 6:2“, sagt der Spielertrainer.

Vor allem die vielen Gegentore ärgern ihn. Seine Abwehr nimmt Ojo aber in Schutz. Vielmehr müsse die gesamte Mannschaft besser im Defensivverbund arbeiten.

„Das liegt eher daran, dass die Sechser und die offensiven Außenspieler aktuell den Weg nach hinten nicht so gut kennen wie den Weg nach vorne“, analysiert der Trainer und fügt warnend hinzu: „Das geht mal gut, aber manchmal eben auch nicht. Sieht man ja auch an den Ergebnissen.“

PSV Bork: Mannschaft muss lernen, mit Rückschlägen umzugehen

Am vergangenen Sonntag ging es nicht gut. Da gerieten die Borker gegen die SG Massen II mit 3:7 gewaltig unter die Räder. Ojo sprach nach der Partie von dem „schlechtesten Spiel“, das er als Trainer erlebt habe. Mittlerweile ist das Spiel analysiert und Ojo sieht die Schuld auch bei sich. „Mich aus dem Zentrum herauszunehmen und die Last auf der Doppelsechs auf zwei A-Jugendliche zu setzen, war von mir am Sonntag vielleicht ein bisschen zu hoch gepokert.“

Neben der Defensivarbeit hat Ojo aber noch eine zweite große Baustelle ausgemacht. Die Einstellung auf dem Platz gefalle ihm nicht immer. „Wenn es mal nicht ganz so läuft, nehmen wir noch zu schnell die Köpfe runter und werfen uns Schuldzuweisungen rüber. Das darf so nicht sein.“ Für den Coach war allerdings schon vor der Saison klar, dass noch nicht alles perfekt laufen würde. Der PSV Bork setzt viel auf junge Spieler und sieht diese Saison daher als Übergangssaison.

Für den PSV ist in der Saison Vieles möglich

Ganz gut läuft es dagegen schon in der Offensive. Im Schnitt erzielt der PSV vier Tore pro Spiel und stellt damit die drittbeste Offensive der Liga. Hier kann der PSV sich auf sein Sturmduo aus Christian Voßschmidt und Maik Küchler verlassen. „Aber auch aus der zweiten Reihe haben wir schon einige Tore geschossen“, freut sich Ojo und wünscht sich, dass seine Mannschaft ihre vielen Chancen in Zukunft noch besser nutzt.

Trotz des guten Tabellenplatzes hat der PSV Bork also noch einige Baustellen. Doch wenn das Team vernünftig daran arbeitet, könnte es eine vielversprechende Saison werden. Nächste Chance auf Wiedergutmachung hat der PSV bereits am Sonntag: Dann trifft die Ojo-Elf beim Kamener SC II (12.45 Uhr) an.

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