Die Heavy Kickers des PSV Bork sind eine Fußballmannschaft für Übergewichtige. © Heavy Kickers
Fußball

Robbery und T-Rex spielen bei den Heavy Kickers des PSV Bork – in einer Person

Die Heavy Kickers des PSV Bork sind eine Mannschaft für Übergewichtige, die gemeinsam Fußball spielen und dabei abnehmen wollen. Einer der Fußballer hat gleich zwei kuriose Spitznamen.

Gemeinsam Fußballspielen und dabei noch ein paar überschüssige Kilos abnehmen – das ist das Ziel bei den Heavy Kickers, einer Mannschaft für Übergewichtige, die sich unter dem Dach des PSV Bork gegründet hat. Einer derer, die seit der Gründung des Teams dabei ist, hat gleich zwei Spitznamen, die so gar nicht zueinander passen wollen.

„Damals habe ich den Aufruf von Mike Kraus (Gründer der Heavy Kicker, Anm. d. Red.) auf Facebook gesehen“, erzählt Frank Riegel von seinen Anfängern bei den Borker Fußballern. „Ich fand das eine gute Idee und war von Anfang an dabei.“

Corona machte dem PSV Bork einen Strich durch die Rechnung

Den 46-Jährigen reizt besonders, dass er in einer Gruppe von Gleichgesinnten abnehmen kann und das in einem Sport, den er sehr schätzt. „Da brauche ich mich nicht überreden oder zwingen. Und beim Fußball merkt man gar nicht, wie viel Energie man verbraucht“, sagt Riegel.

Frank Riegel (r.) spielt im linken Mittelfeld.
Frank Riegel (r.) spielt im linken Mittelfeld. © PSV Bork © PSV Bork

Bislang hat das ordentlich geklappt. Erste Erfolge haben sich bei dem Innendienstler im Großhandel schon eingestellt. „Ein paar Kilos habe ich schon abgenommen“, so Riegel. „Das funktioniert aber auch nur, wenn die Ernährung passt. Es sind aber nur kleinere Erfolge – dafür esse ich zu gerne“, meint er mit einem Lachen.

Allerdings machte Riegel – wie eigentlich allen Heavy Kickers – die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. „Das hat einiges zunichtegemacht“, sagt er. Nun geht der Blick aber wieder nach vorne. Der linke Mittelfeldspieler hat sich zum Ziel gesetzt, wieder ein paar Kilos abzunehmen, nicht nur für sich selbst: „Ich will auch in der Mannschaft weiterkommen.“

Immerhin hat das Team auch sportliche Ambitionen, auch wenn es nicht in einem Liga-Betrieb teilnimmt. „Es macht einfach keinen Spaß, wenn man regelmäßig 12, 13:0 verliert“, sagt Riegel. „Der Spaß steht natürlich im Vordergrund, aber man will schon mal ein Erfolgserlebnis haben.“

Frank Riegel hat gleich zwei kuriose Spitznamen: Robbery und T-Rex.
Frank Riegel hat gleich zwei kuriose Spitznamen: Robbery und T-Rex. © PSV Bork © PSV Bork

Riegel will deswegen seinen Teil dazu beitragen. Mittlerweile geht er laufen, um wieder sein altes Niveau zu erreichen. Früher habe er die verbesserte Kondition auf dem Platz bemerkt. „Da will ich wieder hin, um der Mannschaft wieder zu helfen. Ich will den Platz rauf und runter rennen – und nicht nur rauf“, sagt Riegel.

Spitzname angelegt an Spieler des FC Bayern München

Auch daher dürfte einer seiner Spitznamen herrühren. Robbery, angelehnt an das ehemalige Flügel-Duo des FC Bayern München – als dort noch Franck Ribéry und Arjen Robben die Seitenlinien des Rekordmeisters beackerten – lautet einer dieser. „Ich bin Bayern-Fan“, erklärt Riegel. „Das war natürlich eher ein Gag und eher weniger mit der sportlichen Leistung zu tun“, sagt er und lacht. Seine Technik sei ebenfalls nicht so gut wie die der beiden ehemaligen Weltklasse-Spieler, aber eben auch nicht die schlechteste.

Bleibt noch die Frage nach seinem anderen Spitznamen, T-Rex. „Vor Corona habe ich, so wie jetzt auch wieder, regelmäßig ein Fitnessstudio besucht“, berichtet Riegel. „Da habe ich ein Trainingsprogramm für die Oberarme gemacht. Ich hatte danach so einen starken Muskelkater, dass ich beim Fußball-Training meine Arme nur anwinkeln und nicht gerade machen konnte. Da sah ich aus wie ein T-Rex“, erzählt Riegel lachend. Man merkt: Trotz des Anliegens bleibt der Spaß bei den Heavy Kickers nicht auf der Strecke.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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