Spielertrainer Sanmi Ojo (2.v.r.) muss lange Zeit auf einen seiner Spieler beim PSV Bork verzichten. © Nico Ebmeier
Fußball

Schwere Verletzung trifft PSV Bork gleich doppelt: Es droht bereits das Saisonende

Ein Spieler des PSV Bork könnte den Rest der Saison verpassen. Nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf wird eine verheerende Diagnose gestellt. Der Ausfall trifft die Borker gleich doppelt.

Es sah alles nach einem ganz normalen Zweikampf aus, wie er in Spielen der Fußball-Kreisliga B dutzendfach vorkommt. Es ist kein überhartes Einsteigen, einfach nur der normale um den Kampf um den Ball. Der aber hat Folgen. Ein Spieler des PSV Bork muss monatelang pausieren – es droht sogar das Saison-Aus.

„Es sah eigentlich nur nach einem Pferdekuss aus“, beschreibt Sanmi Ojo, Spielertrainer des PSV Bork die Situation. „Ich bin ganz normal in den Zweikampf gegangen“, ergänz Jan-Luca Szafruga. „Ich habe in dem Moment nicht gedacht, dass es so schlimm ist.“

Nach elf Minuten ist Schluss für Jan-Luca Szafruga

Gerade Mal elf Minuten steht der 17-Jährige für die PSV-Herren gegen den SuS Oberaden II auf dem Platz, als er sich verletzt. Mit Unterstützung der Mitspieler verlässt Szafruga den Platz. „Ich bin dann in die Kabine und habe Salbe geholt. Ich wollte den Schmerz rauslaufen, aber das ging überhaupt nicht, weil der Oberschenkel total zu gemacht hat.“

Jan-Luca Szafruga musste mit Unterstützung seiner Teamkollegen beim PSV Bork das Feld verlassen.
Jan-Luca Szafruga musste mit Unterstützung seiner Teamkollegen beim PSV Bork das Feld verlassen. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Im Nachgang erweist sich die Verletzung dann als ungleich schwerwiegender, als vorher vermutet. Szafruga zieht sich einen Quadriceps-Teilabriss zu, wie sich bei der ärztlichen Untersuchung herausstellt.

Damit wird der PSV-Youngster seinem Team längere Zeit fehlen. Wie lange genau, hängt vom Heilungsprozess ab. Ojo befürchtet aber, dass die Saison für Szafruga gelaufen ist. Im neuen Jahr kann der 17-Jährige mit der Physiotherapie beginnen. Derzeit muss Szafruga eine Spezialschiene tragen, um das Bein zu schonen.

Besonders bitter für den PSV: Szafruga fehlt den Borkern gleich in zwei Mannschaften. Denn der Schüler läuft nicht nur für die B-Liga-Senioren, sondern auch für die A-Jugendlichen auf. Aber schon jetzt ist Szafruga fast schon fester Bestandteil der Mannschaft von Sanmi Ojo.

Wo gefällt es dem 17-Jährigen besser? „Schwierige Frage“, meint Szafruga und überlegt einen Augenblick: „In der ersten Mannschaft ist der Zusammenhalt megagut. Es ist ein anderes Spiel, ein ganz andere Fußball. Die A-Junioren sind eine große Familie. Mit ihnen spiele ich schon fast mein ganzes Leben zusammen. Der Teamgeist ist kaum zu ersetzen. Wo ich lieber spiele, kann ich gar nicht sagen.“ Dass er sich hier nicht entscheiden kann, liegt auch daran, dass er bei den Senioren sehr gut aufgenommen worden sei.

Gerne hätte Szafruga auch den B-Liga-Kickern im nächsten Spiel geholfen. Immerhin steht das Stadtduell gegen GS Cappenberg II an. „Das ist schon ein Duell, auf das man heiß ist“, sagt Szafruga. „Ich würde lieber die Schuhe schnüren, anstatt mir die Schiene anzuziehen.“ Die aber wird er hervorholen, um seine Mannschaft am Platz an der Waltroper Straße anzufeuern.

Unterstützung für das Derby zwischen dem PSV Bork und GS Cappenberg

3:1 tippt Szafruga auf seine Farben. Sollte es so kommen, würde der PSV auf drei Punkte an GSC ranrücken. Dennoch: „Ich hoffe, dass mehr möglich ist“, meint Szafruga. „Auch wenn Cappenberg eine super Truppe hat, unsere Mannschaft hat viel Potenzial. Ich denke aber, dass die Top drei auf jeden Fall realistisch sind.“

Bis zum Ende der Saison will der Stürmer aber nicht warten, bis er selbst wieder für den PSV aufläuft. „Die Ärzte sind zwar noch nicht davon überzeugt“, meint Jan-Luca Szafruga. „Ich werde sicher nicht zu früh anfangen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich ein oder zwei Spiele kriegen werde.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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