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Fußball

SG Selm: Deshalb spielte Andreas Schmidt plötzlich wieder in der Ersten

Eigentlich spielt Andreas Schmidt bei der SG Selm schon seit einigen Jahren in der zweiten Mannschaft. Jetzt hat er aber gleich zweimal in der Ersten ausgeholfen. Wie kam es dazu?

Als Andreas Schmidt am vergangenen Donnerstag plötzlich im Pokalspiel gegen den VfL Wolbeck für Selms erste Mannschaft auf dem Platz stand, rieben sich manche verwundert die Augen. Eigentlich spielte der Defensivspieler schon einige Zeit in der zweiten Mannschaft. Jetzt nennt Trainer Mario Rast die Gründe für das Comeback.

Die Personaldecke bei der SG Selm ist schon seit Wochen dünn. In der vergangenen Woche hatte sich die Lage noch einmal verschlimmert. Neben urlaubsbedingten Ausfällen und einigen Verletzungen erwischte die Mannschaft eine Grippewelle. Besonders pikant war die Situation vor dem Pokalspiel am vergangenen Donnerstag auf der Rechtsverteidigerposition: Mit Mirko Kämper, Julian Wilhelm und Marius May fehlten gleich drei Spieler, die diese Position bekleiden können.

Schmidt kennt die Mannschaft noch von früher

Deshalb musste Selms Trainer Mario Rast kreativ werden. Gemeinsam mit Marcel Seidel, dem Trainer der zweiten Mannschaft, einigte er sich auf einen Spielertausch. „Ich habe mit Alex Schwegler und Dennis Dias für die Woche zwei Offensivspieler runtergeschickt und dafür mit Andreas Schmidt einen Defensivspieler bekommen“, erklärt Rast die Abmachung.

Schmidt musste nicht lange überlegen, als die Anfrage kam: „Wenn Not am Mann ist, helfe ich gerne“, kommentierte er. Eingewöhnungszeit in der Mannschaft brauchte er ohnehin keine. Einige Spieler kennt der Defensivmann noch von früher. Er hatte selbst einige Zeit in der Mannschaft gespielt und war dabei, als die SG in der Saison 18/19 in die A-Liga aufstieg. Doch seit einiger Zeit spielt Schmidt nur noch in der zweiten Mannschaft. Wegen seiner beruflichen Situation und dem damit verbundenen fehlenden Training, entschied er sich, im Fußball etwas kürzerzutreten.

Rast hofft, dass sich die Personallage entspannt

Das Pokalspiel am Donnerstag, habe ihn deshalb ganz schön gefordert, sagte Schmidt: „Ich habe mehr Druck als sonst verspürt. Zwischen der Bezirksliga und der Kreisliga C liegt dann schon ein Unterschied.“ Auch sein Trainer sah, dass der Rechtsverteidiger zu Beginn Schwierigkeiten hatte: „In der Anfangsphase hat der Andreas vier Bälle gespielt, die er normalerweise so nie spielen würde“ , sagte Rast. Danach habe er aber ein gutes Spiel gemacht. So gut, dass Schmidt am Wochenende gleich noch einmal aushelfen durfte. Sobald sich die personelle Situation verbessert, will Schmidt aber zurück in die zweite Mannschaft. Dort spielt er mit vielen Freunden zusammen.

SG-Trainer Mario Rast hofft derweil, dass sich die Personalsituation unter der Woche entspannt und ihm wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen. „Sollte es sich aber so darstellen, dass sich unsere Reihen nicht füllen, müsste ich den Kollegen (Andreas Schmidt, Anm. d. Red.) doch nochmal fragen, denn er hat seine Sache echt gut gemacht“, sagte der Trainer.

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