Fabian Konietzni (r.) erzielte den einzigen Treffer der SG Selm. © Henkel
Fußball

SG Selm nimmt dem Aufstiegsfavoriten zwei Punkte ab – ärgert sich aber sehr

Gegen Wacker Mecklenbeck holt die SG Selm zwar einen Rückstand auf und erkämpft sich ein Remis. Dennoch ist der A-Ligist mit der Ausbeute aus dem Spitzenspiel nicht zufrieden.

Wer sich einfach nur den Spielverlauf und die Voraussetzungen beim Fußball-Kreisliga-Duell zwischen Wacker Mecklenbeck und der SG Selm anschaut, könnte meinen, dass man am Sandforter Weg mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden durchaus zufrieden sein könnte.

SG Selm trotzt Wacker Mecklenbeck ein 1:1 ab

Die Truppe von Trainer Mario Rast reiste zum absoluten Aufstiegsfavoriten und holte nach einem frühen Rückstand diesen sogar auf. Am Ende ist von Zufriedenheit aber nicht viel zu merken. „Eigentlich war das Ziel, dass wir nach dem Spiel nur noch zwei Punkte Rückstand auf Mecklenbeck haben. Das haben wir heute verpasst. Jetzt müssen wir eben irgendwann anders die Punkte aufholen“, so Rast nach dem Spitzenspiel.

Zwar ist das 1:1 ein durchaus achtbares Ergebnis in Mecklenbeck, doch damit wartet die SG weiterhin seit drei Partien auf einen Dreier. „In der zweiten Halbzeit hatten wir allein durch Alexander Schwegler drei Riesen-Chancen. Da war wirklich alles mit dabei, sogar dass er vom Innenpfosten zurück ins Feld springt“, erinnert sich der Coach.

Zuvor hatte Wacker bereits nach 13 Spielminuten geführt, nachdem ein Ball von Torben Stuhldreier nach einer Ecke den Weg ins Selmer Tor gefunden hatte. „Mecklenbeck hat mit Sicherheit die erste Halbzeit gewonnen und hatte direkt nach dem 1:0 noch eine weitere große Chance. Wenn er den macht, haben wir ein Problem. Aber so rutschte er einen Schritt am Ball vorbei“, erzählt Mario Rast.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich dann das Blatt und die Selmer waren klar die dominierende Mannschaft. Da Schwegler allerdings vor dem Tor glücklos schien, war es nur Fabian Konietzni (62.), der für die SG traf.

Auf dem glatten Rasenplatz rutschte dem Gastgeber-Torwart Lukas Hendricks ein Abschlag ab, der Konietzni genau vor die Füße viel. Der Selmer dachte nicht lange nach und traf auf etwa 35 Metern ins leere Tor. Zu mehr reichte es aber nicht.

„Wir sind mit dem Punkt hier nicht zufrieden. Wir wollten gewinnen und das gut machen, was wir zuletzt zu Hause liegen gelassen haben. Trotzdem war es wieder ein gutes Spiel und daran müssen wir Donnerstag gegen Aasee II anknüpfen“, gibt sich der SG-Trainer kämpferisch.

SG: Böckenbrink – Konietzni, Lütjann, Maikötter, Neumann, Schröder, Kramzik (62. Schwegler), Tarhan (67. Rutkovski), Kämper, Wilhelm, Zolda (75. Coerdt)

Tore: 1:0 Stuhldreier (13.), 1:1 Konietzni (62.)

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier